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Montag, 16.09.2019

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Literaturpreis des Poetenfests für Theresia Prammer

In Erlangen wird die "Poesie als Übersetzung" ausgezeichnet - 01.09.2019 11:18 Uhr

Theresia Prammer und Adrian La Salvia bei der Preisverleihung in der Orangerie. © Erich Malter


Sanfte Gitarrenklänge sind im Schlossgarten zu vernehmen, dazu die Stimme von Aurélie Maurin. Die Verleihung des Erlanger Literaturpreis für Poesie als Übersetzung in der Orangerie scheint ein entspannter Abend zu werden. Zusammengekommen ist man, um Theresia Prammer für ihr "übersetzerisches und essayistisches Werk sowie für ihre Verdienste als Kuratorin und Literaturvermittlerin" auszuzeichnen. "Poesie und Übersetzung ergänzen sich im Schaffen von Theresia Prammer als komplementäre Manifestationen eines Erkenntnisprozesses.

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Beim Erlanger Poetenfest gab es neben aktueller Literatur in diesem Jahr Jahr auch vollen Einsatz fürs Klima. Für Hörgenuss sorgten unter anderem Matthias Egersdörfer, Birgit Birnbacher oder Simone Lappert. Bei Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen machten es sich viele Gäste bei den Lesungen draußen gemütlich.


Ihre Übersetzungen aus dem Französischen (Ghérasim Luca) und Italienischen (Pier Paolo Pasolini und viele andere) ins Deutsche sowie aus dem Deutschen ins Italienische (,Ricostruzioni. Nuovi poeti di Berlino‘) leisten einen bedeutenden Beitrag zur Kenntnis der jeweiligen Gegenwartsliteraturen", heißt es in der Begründung der Jury.

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Entspannt geht es aber meist nur dann zu, wenn die Preisträgerin ihre Übertragungen von späten Gedichten Pier Paolo Pasolinis vorträgt oder Maurin wieder ein Lied anstimmt.

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Live-Radio und Lesungen in der Sonne: Der Sonntag auf dem Poetenfest

Ein gelungener Auftakt in den Bücherherbst: Beim 38. Poetenfest in Erlangen waren auch am Sonntag wieder viele tolle Dinge für die Besucher geboten. Das bekannte Büchermagazin "Diwan" vom Bayerischen Rundfunk meldete sich aus der Orangerie im Schlossgarten, im Palais Stutterheim las Autor Raoul Schrott und auf dem Hauptpodium sprachen unter anderem die Schriftsteller Ursula Krechel und Thomas Klupp.


Der Prammer-Abend, der auch eine Pasolini-Hommage ist, wird in den Laudationes von Schriftstellerin Ann Cotten und dem Jury-Vorsitzenden Adrian La Salvia zu einem sehr ausschweifenden Romanistik-Seminar. Auf alle Fälle in Erinnerung bleibt Prammers ungewöhnliche Danksagung: "Ich danke meiner Mutter für das Wort "Sprachgefühl", das ich von ihr zum ersten Mal gehört habe und das heute etwas aus der Mode gekommen ist." 

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