Lok stand in Flammen: Erlanger Bahnhof war geräumt

25.9.2019, 08:26 Uhr
Mit Schaum löschte die Feuerwehr die Lok ab - und hatte die Flammen so schnell unter Kontrolle.

© News5/Merzbach Mit Schaum löschte die Feuerwehr die Lok ab - und hatte die Flammen so schnell unter Kontrolle.

Beinahe im Sekundentakt sausten Einsatzfahrzeuge in Richtung des Erlanger Bahnhofes. Dutzende Feuerwehrautos, Rettungswagen und Polizisten drängten sich rund um die Hauptverkehrsachse in der Hugenottenstadt, sperrten die Eingänge ab. Auf Gleis zwei geriet eine Diesel-Lok in Flammen. Dichter Qualm drang aus dem Führerhaus - Augenzeugen berichten, dass der Rauch sogar bis an die Arcaden deutlich zu riechen war. 

"Die Bremsen sind in Brand geraten", sagte ein Sprecher der Bundespolizei auf nordbayern.de-Nachfrage. Warum, ist derzeit noch unklar. Das Feuer breitete sich im Inneren der Diesel-Lok aus, die Güterwaggons zog. "Die Feuerwehr war aber schnell vor Ort und hatte die Flammen unter Kontrolle", so der Sprecher. Bilder zeigen, wie Löschschaum die Lok bedeckt. 

In dieser Lok brach offenbar der Brand aus, die Feuerwehr griff sofort ein.

In dieser Lok brach offenbar der Brand aus, die Feuerwehr griff sofort ein. © privat

Pendler-Chaos über Franken hinaus

Der Bahnhof musste kurzzeitig evakuiert werden - auch, weil zwischenzeitlich Explosiongefahr herrschte. "Die Räumung hat reibungslos funktioniert", sagt ein Polizei-Sprecher. Gegen 18.50 Uhr, gut 45 Minuten nach dem Feuer, sei die Sperrung aufgehoben worden. Das Gleis 2, auf dem die Lok steht, blieb vorerst aber dicht, ebenso wie Gleis 1. Erst in der Nacht zum Mittwoch meldete die Deutsche Bahn, dass die Lok samt Güterwaggons abgeschleppt wurde.

Die kurzzeitige Sperrung sorgte für ein Pendler-Chaos, das weit über die Grenzen Frankens hinaus spürbar war. Drei ICE mussten umgeleitet werden, was für massive Verzögerungen sorgte. Doch besonders hart traf es den S-Bahn-Verkehr. Die Züge aus Richtung Bamberg verkehrten nur noch bis Forchheim, die aus Richtung Nürnberg stoppten in Eltersdorf. Auch im Regionalverkehr sorgte die brennende Lok für Probleme, zahlreiche Züge warteten im Nürnberger Hauptbahnhof auf eine Auflösung der Sperrung. "Im S-Bahn-Verkehr sollte sich das relativ schnell wieder einpendeln", sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn (DB). 

Eine Gefährdung für Menschen, das betont die Polizei, bestand zu keinem Zeitpunkt. Experten der Bahn wollen jetzt die gestrandete Lok unter die Lupe nehmen. In der Nacht zum Mittwoch wurden die Gleise schließlich wieder freigegeben.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 25. September um 8.24 Uhr aktualisiert. 


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