Mittwoch, 01.04.2020

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Marloffstein: Es wird gerast ohne Ende

Bürger empfinden den Verkehr in der Rosenbacher Straße als reinsten Horror - 19.12.2019 15:00 Uhr

Auf den Marloffsteiner Straßen werde viel gerast, beklagen betroffene Bürger. In einem offenen Brief wird nun gefordert, auf allen Verbindungsstraßen zwischen den Ortsteilen, wie hier zwischen dem Hauptort und Adlitz (hinten), dieselbe Beschränkung von 50 oder 60 Stundenkilometern einzuführen. © Klaus-Dieter Schreiter


Ein Mann hat zudem in einem offenen Brief an die Gemeinderäte um Hilfe gebeten.

"Horror-Verkehr" herrsche alltäglich in der Rosenbacher Straße, klagte eine Frau. "Es wird gerast ohne Ende". Weil diese Straße bis letzte Woche wegen Bauarbeiten gesperrt war und der Verkehr über die Wiesenstraße umgeleitet worden war, hatten das auch die Anwohner dort mitbekommen. Dort hätten die Autos die ganze knapp 300 Meter lange Straße entlang gestanden, weil sie nicht zügig in die Staatsstraße einbiegen konnten, klagte eine Frau. Dieses Problem gibt es nun zwar nicht mehr, da die Rosenbacher Straße wieder frei ist. Aber nun wird, so sehen es jedenfalls einige Bürger, wieder gerast.

Weil sich der Verkehr auf der Bundesstraße und auf der Autobahn stets staue, würden immer mehr Autofahrer über Adlitz, Marloffstein, Atzelsberg Spardorf und Buckenhof nach Erlangen und Nürnberg fahren, schreibt Victor Arleth aus der Atzelsberger Straße in seinem offenen Brief an die Gemeinderäte. Auf den gut ausgebauten Straßen werde dabei "ohne Rücksicht auf Fußgänger, Radfahrer, landwirtschaftliche Fahrzeuge, Schulbusse, Pferde und andere Tiere mit überhöhten Geschwindigkeiten gefahren".

Arleth schlägt vor, dass im Interesse des Umweltschutzes und der Sicherheit der Bürger zumindest innerhalb der Höhenzuggemeinde außerhalb von geschlossenen Ortschaften eine einheitliche maximale Geschwindigkeit von 50 bis 60 Kilometer pro Stunde vorgeschrieben wird. Derzeit sind auf den Verbindungsstraßen zwischen den vier Ortsteilen unterschiedliche Geschwindigkeitsbeschränkungen ausgeschildert. Während der Fragestunde regte Arleth zudem an, innerhalb der geschlossenen Ortschaften eine Beschränkung von 20 bis 30 Kilometer pro Stunde einzuführen, weil die Autofahrer dort "brutal" fahren würden. Man müsse etwas dagegen tun. "Deshalb bitte ich den Gemeinderat im Interesse der Verkehrssicherheit um Hilfe". Bürgermeister Eduard Walz versprach, die im Ort installierten Geschwindigkeitsmessgeräte auslesen zu lassen, um einen Überblick über die tatsächlich gefahrenen Geschwindigkeiten zu haben. Wenn die Ergebnisse dann vorliegen könne man reagieren.

KLAUS-DIETER SCHREITER

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