Marloffsteiner Höhenwege in desolatem Zustand

28.11.2020, 10:19 Uhr
Der von Wanderern und Fahrradfahrern viel genutzte Höhenweg in Marloffstein ist in äußerst schlechtem Zustand.

Der von Wanderern und Fahrradfahrern viel genutzte Höhenweg in Marloffstein ist in äußerst schlechtem Zustand. © Foto: Klaus-Dieter Schreiter

Die beiden parallel verlaufenden Höhenwege auf der Marloffsteiner Höhe sind in einem äußerst schlechten Zustand. Abhilfe aber kann die Gemeinde kurzfristig nicht schaffen.

Als "gefährlich" bezeichnete Gemeinderätin Petra Lobenhofer-Brixner (CSU) den Zustand der beiden Wege auf der Höhe zwischen Rathsberg und Atzelsberg, die gerne von Spaziergängern und Fahrradfahrern genutzt werden.

Asphalt großflächig beschäfigt

Tatsächlich ist dort der Asphalt an vielen Stellen großflächig beschädigt, und in den Schlaglöchern sammelt sich das Regenwasser. Auch die Kanten des Weges sind vielfach weggebrochen.

Roger Beuchert vom Bauhof der Gemeinde bestätigte während der jüngsten Ratssitzung den schlechten Zustand. Er habe die Schlaglöcher bereits aufgefüllt, mehr aber könne er nicht machen, sagte er.

Sollte der Naherholungsverein Geld hinzugeben?

Aus dem Plenum kam der Vorschlag, den Naherholungsverein um Zuschüsse für die Sanierung des viel genutzten Weges zu bitten. Bürgermeister Eduard Walz gab jedoch zu bedenken, dass der Verein keine asphaltierten Wege bezuschusst, sondern nur Wege mit wassergebundenen Oberflächen. Ein solcher Belag besteht aus einem Mineralgemisch aus gebrochenem Natursteinmaterial ohne Bindemittel. Niederschläge können darauf ausreichend versickern, der sogenannte Abflussbeiwert ist darum niedriger als bei Asphaltoberflächen.

Zwar hat die Gemeinde Interesse daran, die beiden Wege zu sanieren. Ob sie es sich aber leisten kann, den Asphalt abfräsen zu lassen, um dann einen Weg mit wassergebundener Oberfläche zu bauen, ist derzeit unklar. Einen Zuschussantrag an den Naherholungsverein stellen, könne man aber schon mal, meinte der Bürgermeister am Rande einer anderen Veranstaltung. Wie man dann weiter verfährt, müsste ohnehin der Gemeinderat entscheiden. Kurzfristig ist darum nicht mit einer Sanierung der Wege zu rechnen.

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