-1°

Dienstag, 13.04.2021

|

Millimeterarbeit bei Nestneubau für Störche in Erlangen

Konstruktion auf Kamin in der Innenstadt wurde nun bezogen - 26.02.2021 06:00 Uhr

In Millimeterarbeit wurde der Nest-Unterbau auf dem Heka-Schornstein platziert.

24.02.2021 © Klaus-Dieter Schreiter


Nicht einmal einen Meter breit ist der Schlot auf dem ehemaligen Heka-Gebäude am Hugenottenplatz, auf den die Störche im letzten Jahr ihr Nest gebaut hatten.

Neider hatten die Brut angegriffen, eine "ordentliche" Verteidigung sei den Störchen aufgrund der geringen Fläche nicht möglich gewesen, meint Michael Zimmermann, der ehemals den Verein "Natur- und Umwelthilfe" mitgegründet hatte.

Bilderstrecke zum Thema

Mehr Platz für Störche in Erlangen

Das auf dem Kamin der ehemaligen Heka gebaute Storchennest war zu schmal und nicht geeignet, um Storchenjunge darin groß zu ziehen. Deshalb hat der Erlanger "Storchenvater" Michael Zimmermann dem Storchenpaar einen Unterbau für ein neues Nest konstruiert und bauen lassen.


Kaum Überlebenschancen

Darum, aber auch weil eine Storchenbrut in dem kleinen Nest kaum Überlebenschancen gehabt hätte, hat er ein Gerüst mit einem Durchmesser von 1,50 Meter gebaut, so wie es ein "ordentliches" Storchennest benötigt. Im Fahrradanhänger wurde es dann zum Hugo transportiert, wo der Kaminbauer Thomas Betz bereits wartete.


Erlangen: Zweiter Storch ist wieder da 


"Ein Kunstwerk" sei das Gestell, meinten einige neugierige Passanten. Und als zwei Mitarbeiterinnen der Universität Michael Zimmermann und seine Helfer entdeckten, brachten sie sogleich Kaffee zum Aufwärmen. Thomas Betz, der mit gleich drei Mitarbeitern angerückt war, kletterte hinauf auf den Kamin, entfernte das vorhandene Nest komplett und schraubte zwei Träger für den Nestkorb oben fest.

Bilderstrecke zum Thema

Zehn Dinge, die Sie noch nicht über Störche wussten

Wie selbstverständlich leben die majestätischen Tiere mit den Menschen zusammen: Störche bauen ihre Nester auf unseren Dächern, jagen ihre Beute auf unseren Feldern und segeln über unsere Häuser hinweg. Doch was steckt noch hinter den Vögeln außer der Mythos, dass er den Menschen die Kinder bringt? Wir verraten zehn Fakten, die Sie noch nicht über Störche wussten.


Dann wurde der Korb darauf montiert und mit einer Schicht aus Seggenheu ausgefüttert. Anschließend wurde etwas von dem altem Nistmaterial hineingelegt.

Die beiden Störche beobachteten die dreistündige Aktion von umliegenden Dächern aus mit Argwohn. Als die Arbeiter wieder abgezogen waren, wagten sie sich näher heran, übernachteten aber noch auf den nahen Mobilfunkantennen.

Bilderstrecke zum Thema

Störche, Enten, rauschendes Wasser: Hochwasserromantik im Aischtal

Nach der sich rasch entspannenden Hochwasserlage im Aischtal blitzte am Sonntag noch kurz die Sonne durch die Wolkendecke. Das über Land getretene Wasser bot zudem ein Paradies für Enten, Gänse und Störche. Hier kommen die romantischen Bilder!


Am nächsten Morgen nahmen sie ihr neues Domizil in Besitz und klapperten fröhlich vor sich hin. Damit hatte sich das Risiko, das alte Nest einfach abzubauen, gelohnt. Und auch die Mitarbeiterin des Erlanger Umweltamtes, die vom Landesbund für Vogelschutz animiert worden war, aufzupassen, war zufrieden.

Bilderstrecke zum Thema

Abendbrot auf grünen Wiesen: Störche bevölkern Regnitzgrund

Mehr als 100 Störche haben im Juli 2018 in mehreren Gruppen im Regnitzgrund zwischen der Freien Scholle und der Innenstadt versammelt. Sie holten sich dort ihr Abendessen, denn die Wiesen waren bewässert worden, was Ungeziefer, Mäuse und Insekten an die Oberfläche gescheucht hatte.


kds

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Erlangen