Minister Herrmann lobte BRK-Helfer in Erlangen

12.2.2018, 15:00 Uhr
Innenminister Joachim Herrmann (6.v.l.), der Vorsitzende des BRK Erlangen-Höchstadt Stefan Müller (3.v.r.) und Geschäftsführerin Beate Ulonska (2.v.r.) mit den geehrten, langjährigen ehrenamtlichen Mitarbeitern (v.l.) Dieter Hauenstein, Heinz Viertel, Bettina Pöschl, Randolf Götz, Herrmann Anneser, Günther Hetzner, Rainer Goergen, Roland Ziegler, Christoph Rieck, Peter Baierl und Gerhard Ziegler.

Innenminister Joachim Herrmann (6.v.l.), der Vorsitzende des BRK Erlangen-Höchstadt Stefan Müller (3.v.r.) und Geschäftsführerin Beate Ulonska (2.v.r.) mit den geehrten, langjährigen ehrenamtlichen Mitarbeitern (v.l.) Dieter Hauenstein, Heinz Viertel, Bettina Pöschl, Randolf Götz, Herrmann Anneser, Günther Hetzner, Rainer Goergen, Roland Ziegler, Christoph Rieck, Peter Baierl und Gerhard Ziegler. © Klaus-Dieter Schreiter

Dank und Respekt wolle er ihnen bekunden, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, der selbst auch passives Mitglied beim Erlanger BRK ist. In seiner Festrede ging er unter anderem auf die Sicherheitslage in Bayern ein und betonte, dass neben der Polizei auch die Feuerwehren, das THW und die Rettungsdienste mit verantwortlich seien für die Sicherheit im Freistaat. Die Menschen könnten sich auf diese Organisationen verlassen.

Selbst das scheinbar unvorstellbare könne sich ereignen. Neben Naturkatastrophen würden terroristische Bedrohungen gewaltige Herausforderungen für die Einsatz- und Führungskräfte darstellen. Er sei dem Bayerischen Roten Kreuz darum dankbar, dass es ein Ausbildungszentrum für besondere Einsatzlagen bauen wolle, um diesen Herausforderungen effektiv begegnen zu können.

"Wir können uns glücklich schätzen, in Bayern ein so gut aufgestelltes Gefahrenabwehr- und Hilfeleistungssystem zu haben", stellte Herrmann fest. Der Freistaat sei mit 450 000 ehrenamtlichen Einsatzkräften bei Feuerwehren, freiwilligen Hilfsorganisationen und dem THW und 20 000 hauptberuflichen Kräften Spitzenreiter in der Republik. Immerhin würden die Ehrenamtlichen "einen riesigen Zeitraum und damit einen erheblichen Teil der eigenen Freizeit und des Familienlebens" für die Allgemeinheit opfern.

Zwei von ihnen machen das bereits seit 50 Jahren. Das sind Herrmann Anneser von der Bereitschaft Herzogenauarch und Rainer Goergen von der Bereitschaft Heroldsberg. Anneser begann seine BRK-Laufbahn als Kolonnenführer, kümmerte sich unter anderem um die Grundausbildung, und begeisterte viele Jugendliche für das BRK. Zu denen, die er in die Rettungsorganisation geholt hatte, gehört immerhin der jetzige Rettungsdienstleiter Thomas Heideloff. Goergen begann im Blutspendedienst und war Referent bei Ausbildungsveranstaltungen. Beide erhielten die Ehrennadel des Deutschen Roten Kreuzes.

Noch in diesem Jahr werde es in Bayern auch ein neues Ehrenzeichen für 50-jährige aktive Dienstzeit geben, verriet Joachim Herrmann. Das werde den beiden 50-jährigen nachgereicht.

Für 40 Jahre im BRK wurden Peter Baierl (Bereitschaft Höchstadt), Dieter Hauenstein (Bereitschaft Herzogenauarch), Günther Hetzner (Bereitschaft Heroldsberg) und Heinz Viertel (Bereitschaft Baiersdorf) mit dem Staatlichen Ehrenzeichen in Gold und mit dem BRK-Ehrenzeichen ausgezeichnet. Das silberne Ehrenzeichen für 25-jährigen Dienst bekamen Randolf Götz und Bettine Pöschl (beide Bereitschaft Adelsdorf), Christoph Rieck (Wasserwacht Erlangen), Gerhard Ziegler und Roland Ziegler (beide Wasserwacht Heroldsberg).

Geehrt werden sollte zudem Kreisrat Max Hubmann für sein Engagement im Kreisverband des BRK unter anderem als Chefarzt, Betreuer des Rettungsdienstpersonals und Ausbilder. Er konnte das Ehrenzeichen für besondere Verdienste aus Krankheitsgründen allerdings nicht persönlich entgegen zu nehmen.

Zum Festakt in das BRK-Heim an der Henri-Dunant-Straße waren unter anderem die MdB Martina Stamm-Fibich und Britta Dassler, die Landtagsabgeordnete Alexandra Hiersemann, Kreisräte, Stadträte, Bürgermeister aus den Gemeinden im Landkreis und Kirchenvertreter sowie Vertreter aller Blaulichtorganisationen gekommen.

Dass eine so große Zahl "von Exzellenzen und Eminenzen" gekommen sei zeuge von der großen Wertschätzung und dem Respekt, das den Ehrenamtlichen Rettern für ihre Arbeit entgegen gebracht werde, sagte MdB Stefan Müller, der als Vorsitzender des BRK Erlangen-Höchstadt die Gäste begrüßt hatte und die Ehrungen gemeinsam mit dem Innenminister vornahm.

Ein Grußwort "im Namen der gesamten kommunalen Familie" sprach Landrat Alexander Tritthart. Manche würden es als normal ansehen, dass jemand komme wenn Hilfe benötigt werde", sagte er. Das sei aber nicht selbstverständlich. Dabei betonte Tritthart, dass der Landkreis auch für die Rettungsorganisationen mehr leiste, als er eigentlichen müsse, und damit über die gesetzlichen Verpflichtungen hinaus gehe.

 

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