"Es muss ja sein"

Mit 106 Jahren: Älteste Erlangerin bekommt Corona-Impfung

29.1.2021, 10:30 Uhr
„Es muss ja sein“: Erika Sachse (106) ließ sich von Krankenschwester Julia Ruß gegen Corona impfen, die Ärztin Johanne Wilhelm-Wrege klärte sie auf.

© Klaus-Dieter Schreiter „Es muss ja sein“: Erika Sachse (106) ließ sich von Krankenschwester Julia Ruß gegen Corona impfen, die Ärztin Johanne Wilhelm-Wrege klärte sie auf.

Regelmäßig lässt sich Erika Sachse in die Tagespflege der Diakonie, das Maria-Busch-Haus an der Daimlerstraße in Bruck, bringen, um dort den Tag zu verbringen. Dort wurde sie nun auch geimpft. Ihr Neffe Adrian Sachse hat sich darum gekümmert, dass es klappt. Er hat sie dann auch hingefahren.

Aufmerksam beim Aufklärungsgespräch

Die Fachärztin für Allgemeinmedizin, Johanne Wilhelm-Wrege, führte mit der alten Dame das Aufklärungsgespräch. Sehr aufmerksam hörte die Seniorin zu, um anschließend den linken Arm frei zu machen.

Die Spritze mit dem Impfstoff gab ihr daraufhin Krankenschwester Julia Ruß. Keine Miene verzog Erika Sachse dabei. "Es muss ja sein", sagte sie und zuckte nur mit den Schultern als Antwort auf die Frage, wie es denn gewesen sei. In drei Wochen wird sie die zweite Dosis bekommen.


Problem Corona-Impfung: Nur eine Person pro Mail-Adresse


Für die Tagespflege der Diakonie sei es essentiell, dass die Gäste geimpft sind, sagt die Pflegeleiterin Alexandra Meyer. Man hoffe, dass dadurch das derzeit sehr eingeschränkte Leben in der Einrichtung wieder einigermaßen normal werden kann.

Vor allem gemeinsame Aktivitäten wie Singen und Tanzen könnten derzeit nicht mehr stattfinden. Einige Gäste würden wegen Corona aus Angst vor Ansteckung schon gar nicht mehr kommen. Die Impfbereitschaft sei aber groß, und so wurden am selben Tag wie die älteste Erlangerin 34 weitere Gäste der Tagespflege geimpft.

Positives Zeichen setzen

Erika Sachse wurde am 9. Oktober 1914 in Köslin (Pommern) geboren. Später zog sie nach Leipzig, wo sie als Hortleiterin arbeitete. Mit 60 Jahren ging sie dann nach Erlangen, wo sie sich pudelwohl fühlt.

Ihr Neffe Adrian kümmert sich rührend um die alte Dame, die, wie er sagt, mit der Impfung auch ein positives Zeichen setzen und dazu animieren möchte, dass möglichst viele Menschen es ihr gleich tun.

Verwandte Themen


0 Kommentare