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Freitag, 18.10.2019

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"Monte Herzo" – 25 Jahre eigenes Lerntempo

In der benachbarten Grundschule Niederndorf feierte die private Montessori-Schule ihr Bestehen - 15.07.2019 07:00 Uhr

„Heute ist für uns ein großer Tag“ sangen die Montessori-Schüler zum Abschluss einer stimmungsvollen Jubiläumsfeier. © Foto: Margot Jansen


Zum großen Festakt in der Turnhalle der Niederndorfer Grundschule hatten sich neben den Ehrengästen – Bürgermeister German Hacker, Altbürgermeister Hans Lang mit Frau Helga, Walter Nussel (MdL), Landrat Alexander Tritthart und Schulrat Frank Wessel – auch viele ehemalige Schüler, Schülerinnen und Lehrkräfte eingefunden.

Das Orchester unter der Leitung von Irena Staude eröffnete die Feier. Susanne Hehn, im Vorstand zuständig für die Bereiche Personal und Öffentlichkeitsarbeit, begrüßte zusammen mit Oberhofer die vielen Gäste.

Drei Worte: Begeistert, gemeinsam und stark – das war und ist das Motto der Schule und so kündigte Oberhofer eine "starke Schülerin mit einer starken Stimme" an.

Emma Weller (13) erhielt viel Applaus für ihr "Halleluja", begleitet von der Lehrerin Mirjana Burzlaff an der Gitarre.

Nussel bezeichnete in seiner Festrede die Montessori-Schule als ein Aushängeschild für Herzogenaurach und versprach sich weiterhin für die Schule einzusetzen. Der Landrat hob hervor, dass die Schule einen ganz wichtigen Beitrag zur Bildungsqualität im Landkreis beitrage und bedankte sich bei den vielen Ehrenamtlichen die bis jetzt 100 000 "Talentstunden" eingebracht haben. Eine "kleine" Spende des Landkreises war auch dabei.

Der Bürgermeister kennt die Schule aus eigener Erfahrung, waren doch zwei seiner drei Kinder hier Schüler. "Wir haben hervorragende Schulen in Herzogenaurach, aber private Schulträger sind manchmal etwas flexibler", meinte er. "Das selbstständige Arbeiten haben sie hier gelernt".

Auch er übergab im Namen der Stadt eine Spende. Der Schulrat ist erst seit ein paar Wochen zuständig für die Privatschulen aber ihm ist schon aufgefallen, dass diese Schule von "dem strahlenden, lernmotivierten Schüler geprägt ist".

Das durchgehende Ganztagsangebot ist für ihn vorbildlich, ebenso wie das leidenschaftliche Engagement für die Inklusion.

Wie fing alles an? Die Gründungsvorsitzende Silke Görner plauderte aus dem Nähkästchen. Ihre Kinder hatten das Montessori-Kinderhaus der Evangelischen Kirche besucht und waren jetzt schulpflichtig.

In Herzogenaurach gab es keine Montessori-Schule, also ergriff sie die Initiative und gründete erst einmal einen Verein. Im ehemaligen Offizierskasino der Amerikaner auf der Herzo Base öffnete nur sechs Monate nach der Vereinsgründung die Schule mit 16 Kindern ihre Pforten. Sie war und ist davon überzeugt, dass jedes Kind nach seinem eigenen Bauplan leben muss und sich in der Montessori-Schule entfalten kann.

Die Schülerinnen der siebten Jahrgangsstufe Nina Jahnke und Malena Peter übernahmen zusammen mit der stellvertretenden Vorsitzenden des Verwaltungsrats Francesca Diekmann die Ernennung von Silke Görner zur Ehrenvorsitzenden.

"Ich bin schon Ehrenvorsitzende", aber damals bekam ich nicht eine so tolle Urkunde, meinte Görner.

Inzwischen ist die MontessoriSchule längst in einem Neubau in Niederndorf untergebracht. 180 Schüler und Schülerinnen besuchen in acht jahrgangsgemischten Klassen die Jahrgangsstufen 1 bis 10.

52 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen kümmern sich um sie. Die Montessori-Schule ist eine Erfolgsgeschichte, meinte Hehn. Der Schülerchor unter der Leitung von Burzlaff verabschiedete die Gäste mit "Heute ist für uns ein großer Tag".

Anschließend wartete ein tolles Unterhaltungsprogramm in der Montessori Schule auf sie: Schachspielen, Tischkicker, Ringe werfen, Kartenspiele, Seifenblasen, Fotobox, Schminken, Büchereiflohmarkt und vieles mehr. In einer Bildergalerie war die Geschichte der Schule festgehalten. Mit Bratwürsten, Thunfisch-Sandwiches, Kuchen und Getränken konnte man sich stärken.

MARGOT JANSEN

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