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Muss das Theater Erlangen erneuert werden?

Zukunft des Theaters rückt am Freitag in den Fokus - 25.01.2017 14:00 Uhr

Theater Erlangen: Der Prozess © Jochen Quast


"Langweilig! – Zu viel Text!" Parolen wie diese waren in den vergangenen Tagen auf zahlreichen Plakaten des Theaters Erlangen zu lesen. Da konnte der Eindruck entstehen, dass die vereinten Wutbürger die Kulturszene als neues Feindbild entdeckt haben und mit der Spraydose einen Kreuzzug gegen die Ankündigungen der aktuellen Stücke – passender Weise darunter: "Wut" von Elfriede Jelinek – gestartet haben.

Auf den zweiten Blick war aber zu erkennen, dass diese Schmierereien gar nicht so krakelig ausgefallen waren. Eigentlich viel zu elegant für eine eilige Nacht- und Nebelaktion. Vielleicht geht es hier doch nicht ums Dampfablassen.

Und siehe da: Ein paar Tage später klebte schon die Auflösung auf den Plakat-Ständern. Die "Mal-Aktion" war Werbegag des Theaters selbst, um auf eine Veranstaltung am Freitag hinzuweisen. Denn am 27. Januar wird ab 19.30 Uhr bei der Premiere der "Tischgespräche" im Foyercafé des Markgrafentheaters mit vielen kompetenten Gästen und dem Publikum über viele Themen rund ums Erlanger Theater diskutiert.

Ein paar Tage lang sah es so aus, als ob die Kulturszene das neue Feindbild der Wutbürger sei. Doch dann folgte die Entwarnung vom Theater Erlangen und die Einladung "Wir müssen reden!" für die Tischgespräche am Freitag. © privat


Auftakt der Tischgespräche wird eine Bestandsaufnahme mit Fokus auf "Die Zukunft des Stadttheaters" sein. Es geht um Fragen wie "Was muss bewahrt werden, was ist überholt und was muss erneuert werden?" 

Studenten der Theater- und Medienwissenschaft haben sich im Vorfeld im Seminar mit dem Thema befasst und präsentieren zu Beginn der Veranstaltung ihre Überlegungen zu einem Theater der Zukunft. Anschließend wird an sieben Tischen zu sieben Themen diskutiert.

Als Experten mit dabei: Bettina Brandl-Risi (Professorin am Institut für Theater- und Medienwissenschaft der FAU), Stephanie Junge (Schauspieldirektorin Theater Regensburg), Katja Ott (Intendantin Theater Erlangen), Dieter Rossmeissl (Referent für Bildung, Kultur und Jugend der Stadt Erlangen), Anke Steinert-Neuwirth (Leiterin des Kulturamts Erlangen und designierte Referentin für Bildung, Kultur und Jugend der Stadt Erlangen), Ursula Lanig (SPD-Stadträtin und Mitglied im Kultur- und Freizeitausschuss). Hinzu kommen hoffentlich keine Wutbürger, sondern viele Erlanger Theaterfreunde.

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