Corona-Impfschutz

Nach dem Boostern: So funktioniert das Update für Digitalen Impfausweis und blaue Immunkarte

Sharon Chaffin
Sharon Chaffin

Redakteurin Erlanger Nachrichten

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21.11.2021, 06:00 Uhr
Wer einen digitalen Impfnachweis auf dem Handy hat, kann sich etwa in Apotheken eine Booster-Impfung kostenlos dazufügen lassen. Das ist vor allem bei Zugangsbeschränkungen wie im öffentlichen Nahverkehr praktisch (Symbolfoto).

Wer einen digitalen Impfnachweis auf dem Handy hat, kann sich etwa in Apotheken eine Booster-Impfung kostenlos dazufügen lassen. Das ist vor allem bei Zugangsbeschränkungen wie im öffentlichen Nahverkehr praktisch (Symbolfoto). © via www.imago-images.de, imago images/Political-Moments

Die Booster-Impfungen gewinnen an Fahrt. Viele haben bereits einen digitalen Covid-Pass oder eine blaue Covid-Immunkarte, beides ist in Apotheken erhältlich. Ob und wie man jetzt die dritte Corona-Impfung in den Nachweisen aufnehmen lassen kann, erläutert Thomas Wagner, Apotheken-Besitzer und Sprecher der Bayerischen Apothekerkammer für Erlangen.

Herr Wagner, viele lassen sich derzeit mit einem Booster gegen das Coronavirus impfen und haben aber schon seit der zweiten Corona-Impfung womöglich neben dem gelben Impfheft auch einen digitalen Impfausweis auf ihrem Handy. Was können sie jetzt tun?

Thomas Wagner ist Apothekenbesitzer und Sprecher der Bayerischen Apothekenkammer für Erlangen. 

Thomas Wagner ist Apothekenbesitzer und Sprecher der Bayerischen Apothekenkammer für Erlangen.  © Walther Appelt, NN

Bei der dritten Corona-Impfung wird ja ein zusätzliches Zertifikat erstellt, das wir dann zu der bereits vorhandenen App auf dem Handy hinzufügen. Somit ist auf dem Handy ersichtlich, dass man auch schon die Booster-Impfung hat. Was man dazu braucht, ist das, was man auch bei den anderen Corona-Impfungen zur Erstellung des digitalen Impfausweises in die Apotheke mitgebracht hat: nämlich einen Personalausweis und den Impfnachweis. Auch die dritte Digitalisierung ist kostenfrei und dauert einige Minuten.

Kommen zu Ihnen schon viele, die ihren Booster in den digitalen Impfausweis aufnehmen lassen wollen?

Ja, natürlich. Die meisten, die sich boostern lassen, kommen dann auch gleich wieder zu uns und lassen das übertragen. Sie wissen, dass es das gibt und nehmen das Angebot erneut in Anspruch. Wir haben da zwar keine Statistik darüber, ob jemand vom Boostern oder von einer Corona-Erstimpfung kommt, aber ich vermute, dass es mehr Drittimpfungen sind. Denn diejenigen, die jetzt mit einer Impfung beginnen, kommen ja meistens erst nach der zweiten Impfung zur Digitalisierung.

Und wie funktioniert es mit der blauen Covid-Immunkarte?

Da muss man tatsächlich eine neue Karte ausstellen, da kann man dann nichts nachträglich mehr daran ändern. Die zweite Karte ist dann zwar etwas günstiger als die erste, aber sie muss eben nun mal neu gedruckt werden. Viele behalten aber auch nach der Drittimpfung zunächst einmal ihre bereits vorhandene blaue Covid-Immunkarte, denn der Impfstatus ist ja zwölf Monate gültig. Spätestens danach sollte man die dritte Impfung aber digital nachtragen lassen oder sich eben eine neue Karte erstellen lassen.

Was muss man dafür mitbringen?

Auch bei der blauen Immunkarte ist es wie mit dem digitalen Impfausweis: Man muss einen Impfnachweis und einen Personalausweis mitbringen, die Kunden erhalten die Karte dann, wie auch schon die erste, nach einigen Tagen mit der Post nach Hause.

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