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Mittwoch, 16.10.2019

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Neue Drehleiter für Bubenreuther Feuerwehr

Brandbekämpfer brauchen Fahrzeug mit schwenkbarem Korb und größerer Rettungshöhe - 28.04.2019 15:00 Uhr

Die Bubenreuther Feuerwehr möchte eine neue Drehleiter mit einem 500-Kilogramm-Korb an einem Gelenk haben und hat sich ein solches Fahrzeug an der Feuerwache auch schon vorführen lassen. Davon gibt es bislang nur wenige. © Klaus-Dieter Schreiter


Die Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Bubenreuth ist im Jahre 2002 in Dienst gestellt worden und müsste in zwei Jahren wieder zu einer großen Inspektion. Die kostet immerhin rund 100 000 Euro. Sollten Mängel festgestellt werden, kann diese Summe sogar noch deutlich überschritten werden. Weil eine neue Drehleiter für rund 630 000 Euro zu haben ist, und der Freistaat einen Zuschuss von 225 000 Euro geben würde, kämen beim Verzicht auf die Inspektion "nur" noch 305 000 Euro auf die Gemeinde zu, rechnet die Verwaltung vor. Der Kreisbrandrat, da sind sich Kommandant Heinrich Herzog und der ehemaligen Kommandant und jetzige SPD-Gemeinderat Johannes Karl sicher, würde die "einsatztechnische Erforderlichkeit" auf jeden Fall bestätigen.

Denn die jetzige Drehleiter vom Typ DLK 18-12 reicht für die heutigen Anforderungen nicht mehr aus. So beträgt die Nennrettungshöhe nur 18 Meter bei einer Nennausladung von zwölf Metern. Das ist bei den heutigen Dimensionen der höheren Häuser in Bubenreuth und im Landkreis zu wenig. Aber auch für die immer häufiger vorkommende Krankenrettung von schweren Patienten ist sie nicht gut geeignet, weil der Korb nur maximal 270 Kilogramm Gewicht verträgt. Im Landkreis spiele die Bubenreuther Drehleiter darum schon keine Rolle mehr, sagte Kommandant Herzog.

Die ehrenamtlichen Bubenreuther Brandbekämpfer wünschen sich eine "DLK 23-12" mit einer Nennrettungshöhe von 23 Metern bei einer Nennausladung von zwölf Metern. Der an einem Gelenkarm angebrachte Rettungskorb kann bei diesem Typ 500 Kilogramm Gewicht stemmen, was für einen schweren Patienten, einen Notarzt, einen Feuerwehrmann und die Rettungsgeräte reichen dürfte. Außerdem soll die neue DLK ein automatisches Getriebe haben, was eine Alarmfahrt bei den heutigen Verkehrsverhältnissen wesentlich einfacher macht.

Ein solches Einsatzfahrzeug hat in den letzten Tagen bereits in der Bubenreuther Feuerwache gestanden, die Männer und Frauen durften es probefahren und mit der modernen Technik "spielen".

Schließlich wurde der Bürgermeister einstimmig beauftragt, die Ausschreibung entsprechend den Vorgaben der Feuerwehr zu starten. Eventuell will man sich auch mit einer anderen Kommune zusammentun, die ein baugleiches Fahrzeug benötigt. Dann wäre der Zuschuss vom Freistaat noch einmal zehn Prozent höher. Auf jeden Fall aber soll die alte Drehleiter verkauft werden.

KLAUS-DIETER SCHREITER

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