Vom Gemeinderat nominiert

Neue Jugendbeauftragte für Großenseebach

29.10.2021, 08:40 Uhr

© Max Danhauser

Die beiden Jugendbeauftragten führen ihr Amt ehrenamtlich aus. Sie sollen zwischen Gemeinde und Jugendlichen sowie Kindern vermitteln und sorgen so auch dafür, dass Belange dieser Altersgruppen Beteiligung im Gemeindegeschehen finden. Schmitt sieht es als einen großen Vorteil an, dass die beiden Jugendbeauftragten aus zwei unterschiedlichen Fraktionen kommen. So falle die Überzeugung und Abstimmung über Fraktionsgrenzen hinaus viel leichter.

Jung ist schon ausgebildeter Erzieher und studiert zurzeit soziale Arbeit. Daneben ist er auch jugendpolitischer Sprecher der Jungsozialisten in Erlangen. Mit der Materie ist er also vertraut, genauso wie sein neuer Amtskollege Schmitt. Denn er komme aus der Generation, wo es in Großenseebach für die Jugend schwer war. "Wir wollten als Jugendliche immer was haben, haben aber nie was bekommen", sagt er. Nun kommen auch die Kids des Familienvater langsam ins Jugendalter und die könnten für diese Zeit nun bessere Voraussetzungen haben als der Papa.

Treff geplant

Beide sind sich einig, dass für den Nachwuchs in Großenseebach wieder ein Treff entstehen sollte. "Der Bedarf dafür ist da", sagt Jung. "Sowas fehlt in Großenseebach eigentlich schon immer", sagt Schmitt. Es war angedacht, dass der Treffpunkt womöglich in der Nähe des Schuttberges zusammen mit dem Pumptrack eingerichtet werden sollte (wir berichteten).

Nun werden beide Projekte womöglich auch örtlich voneinander getrennt. Vielmehr hat nun die Kommune Gespräche mit dem FSV Großenseebach aufgenommen. Schmitt und Jung erzählen, dass die Vorstandschaft des Vereins nicht abgeneigt war, mit der Gemeinde zu verhandeln und einen Platz eventuell umzuwidmen. Dort könnte dann ein Jugendtreff entstehen.

Der Vorteil gegenüber dem Schuttberg: Dort gibt es schon die nötige Infrastruktur aus Kanal und Strom. Ob der Platz aber tatsächlich umgewidmet wird, bleibt noch unklar. Das müssten zuerst die Mitglieder des Vereins beschließen.

Anwohner beklagen Lärm

Der Grund, warum man von der alleinigen Lösung am Schuttberg abgewichen sei, waren Beschwerden von Bürgern. Anwohner seien auf Gemeinderäte und Bürgermeister Jürgen Jäkel zugegangen und hätten geschildert, dass sie schon jetzt mit Lärm zu kämpfen hätten, erklärte Jung. Das FSV-Gelände dagegen liegt weiter weg von Wohnbebauung.

Für den Pumptrack sind die Weichen aber nun gestellt. Der Gemeinderat hat den Flächennutzungsplan genehmigt. Die beiden Jugendbeauftragten wünschen sich, dass er schon 2022 fertig gebaut werden kann.