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Neuer Anlauf für ein Tempolimit in Buckenhof

Bürgermeisterin steht in Kontakt mit den Behörden - Keine leichte Aufgabe - 09.07.2020 11:07 Uhr

Die Straße, in der Tempo 30 gelten soll, ist eine Staatsstraße — was den Plan der Gemeinde verkompliziert.

08.07.2020 © Foto: Alexander Hitschfel


Konkret geht es um den Bereich der Puckenhofer Schule. Bereits im November war dem Rat das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie präsentiert worden, in der es um einen zukunftsorientierten Verkehr ging. Die Studie befasste sich zum Teil mit dem Bereich rund um die Schule zur Erziehungshilfe "Der Puckenhof e.V.", wo die gewünschte Geschwindigkeitsbegrenzung gelten soll.

Amt hat noch keinen Antrag

Unmittelbar nach der Kommunalwahl hat Bürgermeisterin Astrid Kaiser erste Gespräche mit dem Straßenbauamt über ein Tempolimit geführt. Die Behörde in Nürnberg wird, ebenso wie die Polizei, mit angehört, wenn die zuständige Verkehrsbehörde, die wiederum am hiesigen Landratsamt angesiedelt ist, federführend in dieser Angelegenheit entscheidet. Dafür wiederum müsse aber erst ein Antrag der Gemeinde an das Amt vorliegen, heißt es aus dem Landratsamt. Das sei noch nicht passiert.

Bisher, so Kaiser, habe sie lediglich beim Straßenbauamt angeklopft, um sich unter anderem grundsätzlich über die nächsten Schritte zu informieren. Die Durchsetzung eines Tempolimits an dieser Stelle ist laut Kaiser auch ihrem Vorgänger nicht gelungen. Allerdings gebe es Kommunen, die eine Ausnahmeregelung erwirkt haben. Das Erlanger Berufsschulzentrum sei so ein Fall.

Bisher immer abgeblitzt

Kaisers Zielist es, den kompletten Bereich über den Busbahnhof bis hin zur Verwaltungsgemeinschaft Uttenreuth verkehrstechnisch neu zu planen — inklusive des Fußgänger- und Fahrradverkehrs. Weil zum Teil eine Staatsstraße betroffen ist, werde das Vorhaben nicht leicht, so der zweite Bürgermeister Hermann Landes (FW). Man habe in der Vergangenheit schon öfter beim Straßenbauamt angeklopft, sei bisher aber immer abgeblitzt.

Den Schlüssel, in Buckenhof Tempo 30 durchzusetzen, sehe er in der überdurchschnittlichen Verkehrsbelastung. "Wir haben mehr als 10 000 Fahrzeuge täglich", so Landes. Es gehe nicht darum, den Verkehr auszubremsen, sondern um die Sicherheit der Kinder, argumentierte auch Katja Roßmeißl (FW).

Dicke Bretter zu bohren

Christine Altmann (UBB), selbst Lehrerin, sagte, dass man hier gar keine Verkehrszählung brauche, um die Geschwindigkeitsbegrenzung zu legitimieren. Sie kenne keine Schule, an der nicht eine Tempo-30-Regelung gelte. Man brauche sich nicht von der abweisenden Haltung der Behörden abschrecken lassen, sondern müsse sich einfach für sein Vorhaben einsetzen, betonte Katharina Keck (FW).

Sven-Erik Bolz (CSU) ging mit seinen Überlegungen einen Schritt weiter. Er fragte nach, wie denn ein solches Tempolimit am Ende überwacht werden solle. Soweit sei es aber noch lange nicht, aktuell gehe es darum, den Antrag überhaupt durchzusetzen. "Da müssen dicke Bretter gebohrt werden", gibt auch Landes zu.

Im Rahmen einer Ortsbegehung, so Kaiser nach der Gemeinderatssitzung, wolle man sich als nächstes noch einmal einen Überblick verschaffen, um so die Chancen besser auszuloten.

ah,hauf

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