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Neues Landratsamt in Erlangen zum Wohlfühlen für alle

Offizielle Einweihungsfeier mit kirchlichem Segen — Gelungene Architektur — Landrat lobt sein Team - 07.07.2018 06:30 Uhr

Architekt Andreas Marth (re.) überreichte Landrat Alexander Tritthart den Schlüssel fürs neue Haus in der Form des Gebäudes © Foto Harald Sippel


"Alles wird gut"— Der Verwaltungsbau macht dem Namen des Architekturbüros aus Wien alle Ehre. Auch wenn der Neubau längst nicht 1:1 nach dem Architektenentwurf umgesetzt wurde, kann offenbar auch Architekt Andreas Marth mit der Umsetzung gut leben. Denn das Grundprinzip ist auf jeden Fall geblieben: ein offener Bau, in dem alle vorhandenen Publikumsströme in selbstverständlicher Weise geleitet werden, zur zentralen Eingangshalle mit einem mehrstöckigen Atrium, das die Kommunikation fördern soll. "Die Einweihungsfeier hier im Atrium beweist das auf schönste Weise", freute sich Marth bei der Schlüsselübergabe an den Landrat.

Der Hausherr hatte eingangs die zahlreichen Ehrengäste begrüßt, den OB der Stadt Erlangen Florian Janik ebenso wie Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, die örtlichen Bundestags- und Landtagsabgeordneten, Bürgermeister, ehemalige Landräte und Oberbürgermeister, ehemalige und aktuelle Kreisräte, um nur einige zu nennen.

Dank an Irlinger

Ausdrücklich dankte Tritthart seinem Vorgänger Eberhard Irlinger und dem einstigen Kreistag für die Entscheidung, ein neues Landratsamt zu errichten. Denn über Jahrzehnte hinweg sei das Landratsamt in Erlangen auf verschiedene Bürostandorte verteilt gewesen. Das sei nicht gemeinschaftsförderlich gewesen. "Wir sind vor zwei Wochen hier eingezogen und ich habe den Eindruck, dass die Gemeinschaft schon Früchte trägt", betonte der Landrat. Er sei stolz auf seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Kosten- und Zeitmanagement bei dreijährigen Bau des neuen Hauses hätten hervorragend geklappt, lobte er Kreisbaumeister Thomas Lux und sein Team. Aber auch der Umzug sei eine logistische Meisterleistung gewesen, bei der alle an einem Strang gezogen hätten. "An einem Wochenende knapp 400 Arbeitsplätze zu verlagern", das erfordere schon ein hervorragendes Team. 

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Der Neubau des Landratsamtes Erlangen-Höchstadt in der Nägelsbachstraße 1 ist fertiggestellt und wurde feierlich mit Grußworten von Landrat Alexander Tritthardt, Ministerpräsident Markus Söder und Innenminister Joachim Herrmann, sowie mit der Segnung des Kreuzes und dem Tortenanschnitt eingeweiht. Das neue Landratsamt besticht nun nicht nur von außen, sondern auch im Inneren durch seine außergewöhnliche Architektur.


Nach einer Video-Grußbotschaft des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder trat Joachim Herrmann — "ich mach das live" — ans Mikrofon. Der Landkreis verfüge nun über eines der modernsten Verwaltungsgebäude in ganz Bayern, das durch seine Architektur und durch seine Energieeffizienz Maßstäbe setze. Es sei aber auch höchste Zeit für diesen Neubau gewesen. Schon zu seiner Zeit als Oberregierungsrat am Landratsamt (1988), erinnerte sich der Minister, seien einige Büros im Gebäude am Marktplatz nicht mehr zeitgemäß gewesen. Er freue sich, dass nun die 370 Mitarbeiter des Landratsamtes in Erlangen ideale Arbeitsbedingungen erhalten haben, die beste Voraussetzung, sich wohl zu fühlen. Herrmann zollte dem Landrat und seinen Mitarbeitern Anerkennung und Respekt dafür, dass der Neubau im Kostenrahmen (39,24 Millionen Euro) und im Zeitplan erstellt wurde. Die ohnehin bürgernahe Verwaltung des Landratsamtes Erlangen-Höchstadt sei ein Aushängeschild für Bayern. Das werde durch den Neubau noch verbessert, gab sich der Innenminister zuversichtlich.

Gleich vier Pfarrer — Josef Dobeneck, Peter Huschke, Johannes Mann und Kilian Kemmer, beschworen Gottes Segen auf das neue Haus, seine Mitarbeiter und Besucher herab. Sie hatten als Gastgeschenk ein Kreuz aus sechs heimischen Holzarten mitgebracht.

Unter Bezug auf Psalm 127 sagte Peter Huschke "Wir können und müssen nicht alles selbst leisten, sondern dürfen auf Gott bauen". Das Kreuz sei Zeichen dafür, dass das Leben trotz aller Mühen gelingen könne, führte Johannes Mann aus, und Josef Dobeneck betonte, dass das Kreuz Heimat geben könne. Heimat sei ein Sehnsuchtsort, sei offen, Geschenk und nicht Besitz. Kilian Kemmer sprach den Segen. Musikalisch begleitet von jazzigen Klängen (Thomas Fink, Rainer Glas und Walter Friedel) lud der Landrat zu Imbiss und Führungen durchs Haus ein.

Am Samstag, den 14. Juli 2018, lädt das Landratsamt, Nägelsbachstraße 1, von 10 bis 14 Uhr zum Tag der offenen Tür. Es gibt Führungen durchs Haus, ein Kinderprogramm sowie Speis und Trank.

DIETER KÖCHEL

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