Nicole Zwick aus Kalchreuth war beim "Perfekten Dinner"

13.3.2021, 15:04 Uhr
Herzlich willkommen: Nicole Zwick freute sich, ihre Mitkandidaten und das Fernsehteam in Kalchreuth begrüßen zu können.

Herzlich willkommen: Nicole Zwick freute sich, ihre Mitkandidaten und das Fernsehteam in Kalchreuth begrüßen zu können. © Foto: Georg Heck

Die Kalchreuther Immobilienmaklerin Nicole Zwick hatte ihre vier Mitstreiter als Gäste zu sich nach Hause eingeladen. An den fünf Abenden traten ein Hockey-Olympiasieger aus Schwaig, ein Opernsänger aus Nürnberg, eine freie Traurednerin aus Nürnberg, ein Florist aus Lauf und die Hobbyköchin Nicole aus dem Kirschendorf Kalchreuth gegeneinander an.

Als Letzte in der Runde kochte und servierte die aus Großgründlach stammende Kalchreutherin ihren vier Kontrahenten am Final-Abend ein fränkisches Drei-Gänge-Menü mit typischen Spezialitäten. Die couragierte 44-jährige Immobilienexpertin bewirtete ihre Gäste unter dem Motto "Schaufel trifft auf rolliges Rind". Vorspeise: Alles Karpfen oder was, mit Karpfentatar und Karpfensuppe. Hauptspeise: Roulade mit Blaukraut und Schäufele mit Wirsing dazu Semmelkloß und fränkisches Kloß. Nachspeise: Nürnberger Leckereien zum Schluss, Apfelküchle im Bierteig, Vanilleeis mit Pflaumenmus und Lebkuchenmus.

An dem Tag lief dann doch nicht alles glatt

"Ich wollte mich mit der Idee Fränkisch anders oder Fränkisch 2.0 selbst herausfordern und flashen", so die selbstbewusste Dinner-Köchin über ihr Menü. Es stellte sich aber heraus, dass an dem Tag nicht alles glatt lief. Die Suppe gelang nicht wirklich, die versprochenen selbstgemachten fränkischen Klöße konnte sie noch routiniert mit Fertigkloßteig korrigieren. Absolut überzeugen konnte sie aber mit dem abschließenden Dessert. Sie wusste selbst: "Das war heute bei mir ein nicht perfektes Dinner."

So bekam sie im Konkurrenzkampf von ihren Mitbewerbern beim Fernseh-Dinner nur 27 von 40 möglichen Punkten und landete am Ende auf dem fünften Platz. Verärgerung und Enttäuschung hielten sich bei Nicole Zwick in Grenzen, da "ich im Grunde ein positiver Mensch bin, der kritikfähig und auch selbstkritisch ist".

Von Anfang an wohltuende Verbundenheit

Im Nachhinein ist sie dennoch froh, diese Runde von lauter wunderbaren Menschen kennen gelernt zu haben. Schon gleich am Anfang herrschte eine wohltuende Verbundenheit unter den Nürnberger Kandidaten, die seit den Dreharbeiten alle regelmäßig in Kontakt sind. "Ich würde es jederzeit wieder machen, aber dann sicher mit einem anderen Menü".

"Ungewohnt war es schon, mit mehreren Menschen an einem Tisch zu sitzen, gemeinsam zu essen und sich über das Menü auszutauschen". Außergewöhnlich natürlich auch die dauernde Kamerabeobachtung beim Kochen und beim Essen, mit dem nebenbei laufenden Kommentar vom Moderator und Sprecher Daniel Werner, bemerkt Nicole.

Gedreht wurde von 9 bis 23 Uhr

Die Dreharbeiten für die Show dauerten von 9 bis 23 Uhr und waren strapazierend. Das ganze Aufnahmeteam mit vier Leuten, Kameramann, Tontechniker, Produktionsleiter und Teamassistenz sei jedoch sehr nett gewesen. "Das war eine tolle Erfahrung für mich, die man wahrscheinlich nur einmal im Leben erlebt", ist die Kalchreutherin noch immer begeistert.

Nicole Zwick hat früh ihre ersten Kocherfahrungen mit ihrer Oma gemacht, von der sie sich viel abschaute. Später, bei ihrer Ausbildung zur Hotelfachfrau, vertiefte sie dann ihre Kochkenntnisse weiter. In der Küche probiert sie gerne viel, dabei sind Süßspeisen ihre Spezialität.

Lebensgefährte hatte sie heimlich angemeldet

"Mein Lebensgefährte Roland ist von meinen Kochkünsten überzeugt und hat mich deswegen heimlich, ohne mein Wissen, bei der Koch-Show angemeldet", erzählt Nicole. Zuerst dachte sie, er scherzt nur, aber dann kam der Anruf von Vox, dass sie die Nürnberger Runde vervollständigen wird. "Eigentlich war ich schon etwas überrascht, dass es kein weiteres Auswahlverfahren gab". Schon Mitte Dezember fanden die Aufzeichnungen an den fünf Wohnorten der Teilnehmer statt. Perfekt war die Organisation während der ganzen Produktion mit der expliziten Einhaltung der gebotenen Corona-Arbeitsschutzstandards.

So wurden insgesamt sechs Corona-Tests vor, während und nach der Show durchgeführt, dazu wurden den Kandidaten und Beteiligten genügend FFP2-Masken zur Verfügung gestellt. Außerdem galten für alle Teilnehmer 14 Tage vorher vorgeschriebene Kontaktbeschränkungen, berichtete die Kalchreuther Fernseh-Köchin beeindruckt.

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