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Nobelpreis-Träger ist in Erlangen kein Unbekannter

FAU arbeitet seit Jahren mit dem Mediziner Peter Ratcliffe zusammen - 08.10.2019 17:57 Uhr

Der Jakob-Herz-Preis der Medizinischen Fakultät der Universität ist an den Briten Professor Peter J. Ratcliffe, dem Leiter des Departments Innere Medizin an der Universität Oxford, verliehen worden. Der Präsident der Uni, Prof. Karl-Dieter Grüske (r.), und der Dekan der Medizinischen Fakultät, Prof. Jürgen Schüttler, überreichten den Preis. © Klaus-Dieter Schreiter


"Insbesondere auf dem Gebiet der Nephrologie arbeiten wir seit Jahren erfolgreich mit Peter Ratcliffe zusammen", berichtet PD Dr. Dr. Johannes Schödel, Oberarzt der Medizinischen Klinik 4 – Nephrologie und Hypertensiologie des Uni-Klinikums Erlangen. "Wir freuen uns ganz außerordentlich, dass das Nobelkomitee die Bedeutung seiner Forschung als so groß einschätzt und gratulieren Sir Peter Ratcliffe ganz herzlich", ergänzt Prof. Dr. Karl F. Hilgers, stellvertretender Direktor der Medizin 4.

Alles rund um die FAU Erlangen-Nürnberg

Wie zukunftsweisend die Arbeit von Sir Ratcliffe ist, hatten auch die Forschungsstiftung Medizin am Uni-Klinikum Erlangen und die Medizinische Fakultät der FAU Erlangen-Nürnberg erkannt: 2013 würdigten sie seine wissenschaftlichen Leistungen mit dem Jakob-Herz-Preis.

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Über 300 Jahre ist das Markgräfliche Schloss in Erlangen alt. Bereits 1743 verkehrten rund um die Stadtresidenz die ersten Studenten. Seither hat die FAU einen Brand, zwei Weltkriege und mehrere bauliche wie politische Umwälzungen erlebt. Von NS-Propaganda bis Studentenbewegung: Wir haben die Geschichte der Erlanger Uni zusammengefasst.


Der diesjährige Nobelpreis für Physiologie oder Medizin wird an William Kaelin, Gregg Semenza und. Dank der Untersuchungen der drei Ärzte ist nun bekannt, wie Zellen ihren Sauerstoffgehalt messen und anpassen. Zelluläre und molekulare Mechanismen dieses Sauerstoff-Sensings spielen eine bedeutende Rolle bei vielen Erkrankungen, etwa bei der Entstehung von Tumoren.

Die Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern auf Erlangen und Peter Ratcliffe begann 2004 mit dem Dienstantritt des damaligen Klinikdirektors Prof. Dr. Kai-Uwe Eckardt und wurde seitdem fortgeführt. Aktuelle Arbeitsgruppenleiter der Medizin 4 forschten gemeinsam mit Sir Peter Ratcliffe während eines Aufenthalte in seinem Labor in Oxford und führten diese Arbeiten in Erlangen weiter fort.

Das Nobelkomitee in Stockholm präsentiert die Medizin-Nobelpreisträger: Gregg Semenza (auf Leinwand l-r), Peter Ratcliffe und William Kaelin. © Zheng Huansong/XinHua/dpa


Ergebnisse dieser Forschungskooperationen: Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verstehen nun besser, wie ein häufiger bösartiger Nierentumor entsteht und können nun pharmakologische Stabilisatoren der Hypoxie-induzierten Transkriptionsfaktoren in der Klinik zur Anwendung bringen. Beides geht grundlegend auf die Forschung von Sir Peter Ratcliffe und seinen Kooperationspartnern zurück.

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