Radler sollen in Erlangen Vorfahrt bekommen

26.2.2021, 18:00 Uhr
Die Initiative Radentscheid will die

Die Initiative Radentscheid will die "Fahrradstadt Erlangen" voranbringen. © Peter Endig (dpa)

 

Wie berichtet wird dieser Bürgerentscheid nun aber nicht stattfinden, nachdem sich Initiative und Verwaltung auf einen Kompromiss verständigt haben. Dabei konnten nicht alle Ziele des Bürgerbegehrens übernommen werden, zum Teil geht der Beschluss aber über die eigentlichen Ziele der Initiative hinaus. Es sei aber das gemeinsame Ziel, den Radverkehr in Erlangen substantiell nach vorne zu bringen und Erlangens Status und Ruf als eine der wichtigsten Fahrradstädte Deutschlands zu bekräftigen, heißt es.

Der Zukunftsplan Fahrradstadt Erlangen sieht dabei unter anderem neben einer massiven Personalaufstockung für die Planung und den Bau von Radwegen, auch den Aus- und Umbau von Radwegen und Fahrradstraßen vor. Weitere Punkte sind die Schaffung von 8000 Fahrradstellplätzen sowie einer Rad-sichereren Umgebung insbesondere in der Nähe von Schulen.

Treffender Name

Der Name "Zukunftsplan Fahrradstadt" sei ein sehr treffender Name, sagte Michael Zell‎ vom "Radentscheid Erlangen". Allerdings habe man sich nicht mit allen Forderungen durchsetzen können, auch weil einige Dinge nicht in der Zuständigkeit der Stadt Erlangen liegen. Zell appellierte in diesem Zusammenhang unter anderem an die Staatsregierung aktiv zu werden, damit diverse Lücken im Erlanger Radnetz geschlossen werden können. Ferner kündigte er an, dass die Initiative weiter an bestimmten Themen dranbleiben werde. So wolle man sich auch weiterhin für ein Fahrradparkhaus am Bahnhof einsetzen. "Für uns ist das eine Herzensangelegenheit", sagte Michael Zell.

Für Radfahrende sei der Zukunftsplan ein "ungeheurer Qualitätssprung und Zugewinn an Sicherheit, mit dem ganz klar signalisiert werde: Autofahrer, Du bist hier nur zu Gast". Der Zukunftsplan, so Michael Zell weiter, sei "eine gute Basis, den Radverkehr in Erlangen substantiell voranzubringen. In Summe sind wir deshalb mit den Verhandlungen zufrieden".

Anders als in anderen Kommunen sei man optimistisch, dass in Erlangen nun auch bald Taten folgen. "Wir appellieren trotzdem an den Stadtrat, in den kommenden Jahren Beschlüsse im Sinne des Zukunftsplans Fahrradstadt und gern auch darüber hinaus zu fassen."

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