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Radteam Herrmann startet ins Bundesliga-Abenteuer

Beim ersten Rennen schaffen es zwei Baiersdorfer Fahrer unter die Top 15 - 25.04.2017 06:00 Uhr

Das Radteam Herrmann hat sich nun erstmals in der Bundesliga bewiesen. © Archivfoto: privat


Zwischenzeitlich schien die Strecke wie gemacht für Florian Nowak. Für die Fahrer heißt das vor allem: klettern. Denn der 21-Jährige liebt es, sich Höhenmeter um Höhenmeter hinauf zu quälen. "Ich gehöre in Deutschland zu den stärksten Fahrern am Berg", sagt er. Dementsprechend wollte er im ersten Bundesliga-Rennen des Radteam Herrmann, das sich in dieser Saison erstmals in dieser Klasse beweisen will, gleich vorne mitfahren.

154 Kilometer war die Strecke durch die Eifel lang, insgesamt gab es acht schwere Anstiege. Am vorletzten Berg zog Nowak mit einer 30-Mann-Gruppe davon, aus seinem Team waren Obersteiner, Robert Müller und Alexander Meier dabei. "Das tut immer weh", sagt Nowak. "Wenn man gegenüber den anderen ein deutliches Loch reißen will, muss man ans Limit gehen."

Doch der Deutsche Junioren-Meister ist momentan gut in Form. "Ich habe mich gut gefühlt. Dann fällt es mir leichter, in den roten Bereich zu gehen." Ein paar Prozent jedoch muss der Rennradler zurückhalten, "um später nicht den Anschluss zu verlieren." Den die Konkurrenz in der Bundesliga ist stark.

Rund sechs Kilometer vor dem Ziel holte eine größere Gruppe die Ausreißer ein, es kam zum Massensprint. 70 Fahrer buhlten um die besten Plätze, die Baiersdorfer mittendrin. "Das ist immer sehr hektisch", sagt Nowak. "Die Arbeit beginnt fünf bis zehn Kilometer vor dem Ziel, jeder will sich gut positionieren, 50 wollen in der letzten Kurve in der ersten Reihe fahren."

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In Düren allerdings lag vor dem Ziel eine 50 Kilometer langes flaches Stück, weshalb der Berg-Fahrer nicht mehr wirklich angreifen konnte. Nowak wurde Elfter, Bester wurde Florian Obersteiner auf Rang acht. Meier kam als 24. ins Ziel, Müller auf Platz 26.

In der Summe bedeutete das Rang zwei in der Teamwertung. "Die Feinabstimmung fehlt noch, das Team befindet sich im Aufbau", sagt Nowak. Auch einige junge Fahrer gehören dazu. "Sie brauchen noch Zeit und Erfahrung. In der Bundesliga geht es schon am ersten Berg vorne ab."

Dennoch: "Mit der Mannschaft stehen wir in der Tabelle aber schon dort, wo wir hin wollen. Und wer Zweiter ist, will auch Erster werden." Dafür allerdings muss eine Top-Platzierung her. Ziel des Radteam Herrmann ist es, einen Fahrer aus den eigenen Reihen ganz oben aufs Treppchen zu bringen. Dort will auch Florian Nowak hin. "Mit einem elften Platz bin ich nicht zufrieden. Natürlich wollen wir alle mehr."

 

Katharina Tontsch Redakteurin für Sport & Lokales in Erlangen E-Mail

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