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Raus aus dem Lockdown: Adelsdorfs Bürgermeister Fischkal ist frustriert

Modellstadt-Titel: Sollen nun größere oder kleiner Kommunen mitmachen dürfen? - 27.03.2021 07:48 Uhr

Karsten Fischkal ist mit Gastronomen und Händlern in seiner Gemeinde Adelsdorf im Gespräch. Er würde gern früher raus aus dem Lockdown - ganz nach dem Tübinger Beispiel.

25.03.2021 © Katrin Bayer


Der Landkreis Erlangen-Höchstadt bewirbt sich als solcher für das Modellprojekt, welches den Ausstieg einzelner Kommunen und Regionen aus dem Lockdown noch während der Pandemie erlauben würde. Vorbild dafür ist die Stadt Tübingen. Neben Fürth hat auch die Stadt Erlangen ihr Interesse signalisiert. Landrat Alexander Tritthart verfasste gestern eine entsprechende Mail an das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege. "Soweit das Modellprojekt auch für Landkreise anwendbar sein sollte, bekundet der Landkreis Erlangen-Höchstadt hiermit sein Interesse", so Tritthart.

Fischkal: "Alle waren sehr gespannt, wie es weitergeht"

Karsten Fischkal ist bereits einen Schritt weiter. Er ist: frustriert. Der Bürgermeister von Adelsdorf hatte die Bewerbung seiner Gemeinde schon Mitte der Woche beim Gesundheits- und Wirtschaftsminister abgegeben, hatte nachgebohrt, als es hieß, "kleine, abgrenzbare Orte" seien besonders geeignet für das Projekt. Fischkal nahm Kontakt auf zu Gastronomen und Händlern in Adelsdorf. "Alle waren sehr gespannt, wie es weitergeht.

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Doch das, was dann passierte, kann ich nicht verstehen." Denn inzwischen, so Fischkal, hieße es aus München, dass Städte mit 100.000 bis 150.000 Einwohnern gesucht würden. In Adelsdorf leben knapp 9000 Menschen.

Schreiben an die Bundeskanzlerin

Jetzt hat es Karsten Fischkal schriftlich bei Bundeskanzlerin Angela Merkel versucht: "Adelsdorf ist bereit. Adelsdorf ist sehr gerne kreativ bei der Bewältigung der Corona-Pandemie! Jetzt müssen Sie uns nur die Möglichkeit geben, dies umzusetzen. Die Gastronomie in der Gemeinde hat die entsprechenden Hygienekonzepte und den Willen."

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