Sonntag, 17.11.2019

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Roboter an der Uni-Klinik Erlangen im Einsatz

Premiere des Endodrive-Steuergeräts an einem Patienten - 10.07.2019 11:30 Uhr

Der Chirurg Martin Neumann bei seiner Weltpremiere am Steuergerät, aufmerksam beobachtet von Prof. Ignaz Schneider. © Udo B. Greiner


Damit fiel quasi der Startschuss für einen erfolgreichen Marktzutritt über die neu gegründete "ece-healthcare". Über diese Plattform soll mit assoziierten Zentren bzw. Praxen ein Netzwerk aufgebaut werden – so in Tafers in der Schweiz, wo der Chirurg Vahid Tahami zusammen mit Neumann die ärztliche Kollegenschaft im Nachbarland bei einer Eröffnungsveranstaltung über Endodrive informieren wird.

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Die bewegte Geschichte der Friedrich-Alexander-Universität

Über 300 Jahre ist das Markgräfliche Schloss in Erlangen alt. Bereits 1743 verkehrten rund um die Stadtresidenz die ersten Studenten. Seither hat die FAU einen Brand, zwei Weltkriege und mehrere bauliche wie politische Umwälzungen erlebt. Von NS-Propaganda bis Studentenbewegung: Wir haben die Geschichte der Erlanger Uni zusammengefasst.


Neumann, damals noch Assistenzarzt am Uni-Klinikum Erlangen, hatte bereits vor 20 Jahren mit einem weltweit einzigartigen Trainingsmodell Aufsehen erregt, durch das operative Eingriffe, sogar mit akuten Blutungen, täuschend echt nachgestellt werden konnten. Daraus entstand die ECE-Training GmbH bzw. ECE-Foundation, als Spin-off der Uni-Klinik, die Workshops für endoskopisch tätige Ärzte durchführt. Die von ihm durchgeführten Lehrgänge führten Neumann unter anderen bis in den Mittleren Osten. Diese Fortbildung ist unabdingbar. Prof. Hartwig Bauer, langjähriger Präsident und Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie: "Es ist wichtig, dass es realistische Simulationsmodelle und evaluierte Ausbildungskonzepte gibt, um den Lernprozess junger Kollegen und den sicheren Einsatz neuer Techniken nachweisbar zu unterstützen."

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Das Training allein hat Neumann offenbar nicht ausgefüllt – und er verwirklichte mit Unterstützung des Freistaats Bayern, der das Projekt mit einem finanziellen Volumen von rund einer halben Million Euro zu 50 Prozent fördert, sowie dem Verein "Medical Valley EMN" das erste innovative und CE-zertifizierte Medizinprodukt aus eigener Forschung: den "Endodrive". Das neuartige Gerät macht Darmspiegelungen verträglicher, sicherer, präziser und einfacher. Neumann und Prof. Ignaz Schneider, Leiter der chirurgischen Hochschulambulanz, führten die Nachsorge-Koloskopie an einem Patienten durch, der vorher eine Rektum-Operation mit dem Da-Vinci-System hinter sich gebracht hatte.

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Die Studentenbewegung in Erlangen

Die Proteste der Studierenden Ende der 1960er Jahre, welche die gesamte deutsche Hochschullandschaft erfassten, wandten sich in Erlangen zunächst gegen rein universitäre Probleme wie etwa schlechte Studienbedingungen. Ab 1969 radikalisierten sie sich in Richtung einer allgemeinen politischen Systemopposition.


Zum Einsatz kam eine neue Steuerkonsole, mit der ein handelsübliches Endoskop präzise und schonend per Joy-Sticks gesteuert wird. Neumann: "Das Zurückspiegeln ist die wichtigste Phase der Untersuchung, bei der die sorgfältige Beurteilung der gesamten Darmoberfläche stattfindet. Eine kontrollierte Rückspiegelgeschwindigkeit und vorgegebene Untersuchungszeit garantieren ein bestmögliches Untersuchungsergebnis und hohe Zuverlässigkeit.

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Viele Eindrücke, großer Andrang: FAU begrüßt die Erstsemester 2018

Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg begrüßte auch in diesem Jahr wieder Tausende von Erstsemestern. Sie wurden von Uni-Präsident Joachim Hornegger und OB Florian Janik begrüßt. Im Anschluss strömten die Neu-Studenten in die neurenovierte Ladeshalle und konnten sich die FAU-Taschen abholen, die ebenfalls vom Uni-Präsidenten und Erlangens Oberbürgermeister verteilt wurden. Hier kommen alle Bilder!


Die technisch einfachen, wiederholten Richtungswechsel an unklaren Stellen, bei dem beide Hände permanent an den zwei Steuerrädern des Endoskopes bleiben, erhöhen zudem die Zuverlässigkeit, um vorhandene Befunde zu entdecken – besteht doch das größte Risiko bei der Vorsorge-Koloskopie darin, dass ein auffälliger Befund übersehen wird und von der Zeit bis zur nächsten Untersuchung zu einer lebensbedrohlichen Krebserkrankung entartet."

UDO B. GREINER

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