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Rohrbruch setzt Erlangens Arcaden unter Wasser

Großeinsatz von Feuerwehr und THW im Einkaufszentrum - 02.01.2017 10:23 Uhr

Die Keller in den Arcaden standen fast zwei Meter unter Wasser, weil ein Rohr geplatzt war. Feuerwehr und THW waren mit Pumpen und Saugern im Großeinsatz. © Klaus-Dieter Schreiter


Riesiger Wasserschaden in den Erlangen Arcaden: Dort standen die Fluten im Keller fast zwei Meter hoch. Feuerwehr und THW waren mit Pumpen im Großeinsatz.

Der Sicherheitsdienst der Arcaden hatte kurz vor drei Uhr morgens bemerkt, dass unter einer Tür eines Ladens im Kellergeschoss Wasser heraus lief. Das kam, so stellten die Sicherheitskräfte schnell fest, aus den fast zwei Meter tiefer gelegenen Technikräumen. Die waren bereits randvoll und liefen über, so dass die Fluten in die unteren Verkaufsräume flossen.

Sofort wurde das Wasser abgestellt und die Feuerwehr geholt. Deren Einsatzleiter Christian Seitz ließ neben den Kräften der Ständigen Wache auch die Freiwillige Feuerwehr Innenstadt alarmieren, so dass die Feuerwehr schließlich mit insgesamt 25 Kräften im Einsatz war.

Die Wassermassen waren allerdings so enorm, dass sie nur mit großen Pumpen, wie sie beim Erlanger THW stationiert sind, in den Griff zu bekommen waren. Darum wurden zunächst die technischen Berater des THW, Stefan Wagner, Karl Fleisch und Christian Mogalla, zur Einschätzung der Lage an die Einsatzstelle geholt. Die ließen dann 19 Männer und Frauen alarmieren, die alle verfügbaren Schläuche, vier Hochleistungspumpen mit einer Leistung von je 3000 Liter Wasser pro Minute und mehrere kleinere Pumpen zur Einsatzstelle brachten und in den Keller schleppten.

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Erlanger Arcaden unter Wasser: Großer Schaden nach Rohrbruch

Riesiger Wasserschaden in den Erlangen Arcaden: Dort standen die Fluten im Keller fast zwei Meter hoch. Feuerwehr und THW waren mit Pumpen im Großeinsatz. Geplatzt war ein zehn Zentimeter dickes Rohr der Klimaanlage. Bemerkt wurde der Schaden von den Sicherheitsleuten, nachdem das Wasser in einem Laden im Kellergeschoss unter der Tür hindurch lief. Da aber standen die tieferen Versorgungsräume schon unter Wasser.


Währenddessen kämpfte die Feuerwehr mit vier Pumpen, die jeweils 1000 Liter pro Minute fördern können, gegen das Wasser. Zur Stromversorgung für die Pumpen hatte das THW zwei Notstromaggregaten aufgebaut, in den Kellerräumen wurde dafür auch eigene Stromverteilung installiert.

Christian Mogalla schätzt, dass rund 1,5 Millionen Liter Wasser im Keller gestanden waren. Es kam aus einem 100 Millimeter dicken Rohr an der Entsalzungsanlage für die Klimaanlage. Dort hatte es eine Kunststoffverbindung weg gesprengt. Laut dem Technikchef der Arcaden, Christian Klemm, waren dort erst vor kurzem Reparaturarbeiten durchgeführt worden.

Centermanager Michael Schüller nahm das Unglück ziemlich gelassen und meinte, es sei wichtiger dass keine Personen verletzt wurden. Die genaue Schadenshöhe kann er noch nicht beziffern, glaubt aber, dass sie sich auf einem hohen sechsstelligen Eurobetrag summieren wird. Die Kunden der Arcaden werden vermutlich nur wenig von dem Unglück mit bekommen, denn der Betrieb geht ungehindert weiter. Zudem waren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Läden schon in der Nacht im Einsatz, um aufzuräumen. Einzig etwas kälter könnte es in den nächsten Tagen der Arcaden sein, da nun die Heizung nicht funktioniert.

Behinderungen gab es allerdings auf der Güterbahnhofstraße, die wegen der vielen Einsatzfahrzeuge halbseitig gesperrt war. Erst gegen zehn Uhr konnten Feuerwehr und THW abrücken, die Restarbeiten wurden dann von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Arcaden erledigt.

Dieser Artikel wurde um 10.23 Uhr aktualisiert.


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kds

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