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Römerboot auf dem Dechsendorfer Weiher in Erlangen

Der Nachbau der FAU wird für den "Normalbetrieb" fit gemacht - 18.06.2020 14:30 Uhr

Damit die Planken dicht bleiben, wurde das Römerboot an den Dechsendorfer Weiher transportiert. Zukünftig sollen damit auch wieder Touren möglich sein.

© Renate Blaudszun


Es ist wieder da: Das Römerboot, das sich die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) aus Anlass des 275-jährigen Bestehens 2018 selbst zum Geschenk machte, schwimmt derzeit auf dem Dechsendorfer Weiher.

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Die Forscher der FAU haben das Boot, das nach dem Vorbild eines Patrouillenboots der frühen römischen Kaiserzeit gebaut wurde, deshalb an den Dechsendorfer Weiher gebracht, "damit die Planken dicht bleiben", wie Prof. Dr. Boris Dreyer, Professor für Alte Geschichte an der FAU, berichtet.

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Das Römerboot - wie alles begann

Jetzt sieht es tatsächlich aus wie ein 1900 Jahre altes Patrouillenschiff, das Bauwerk der Universität Erlangen-Nürnberg. Dabei stand das Holz dazu vor 16 Monaten noch im Sebalder Reichswald. Eine Bilderreise von NZ-Redakteurin Christina Merkel zu den Anfängen des Projektes "Rudern wie die Römer".


"Wir werden das Boot testen, unter Segel und mit Ruderern, natürlich unter Wahrung der hygienischen Bestimmungen." Die Ergebnisse sollen dann in einem Jubiläumsbuch erscheinen, das unter anderem durch die Forschungsförderung, durch die Hochschulrektorenkonferenz und das Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziell unterstützt wird. "Das geschieht im Rahmen eines Seminars in Zusammenarbeit mit den Strömungswissenschaftlern und den Sportmedizinern", so Prof. Dreyer weiter. "Zur zweiten Jahreshälfte wollen wir wieder allmählich in den Normalbetrieb zurückkehren."

Segeltouren möglich

Zukünftig sollen auch wieder Segeltouren stattfinden. "Wir können auf jeden Fall Segeltouren mit eingeschränkter Besatzung und Rudereinheiten unter Wahrung des hygienisch geforderten Abstandes anbieten", kündigt der Professor für Alte Geschichte an.

FAU Römerboot

© FAU/Margit Schedel


Darüber hinaus wird das Römerboot der FAU Teil eines neuen EU Interreg-Projekts sein, das ab Sommer/Herbst 2020 startet. Im Rahmen des Teilprojekts "Invest" wird Prof. Boris Dreyer ein weiteres antikes Boot bauen, das auf der Donau unterwegs sein wird, um über die römische Kultur zu informieren. Das Teilprojekt wird mit über 900 000 Euro für eine Laufzeit von zwei Jahren gefördert.

Mit Unterstützung der Friedrich-Alexander-Universität, des Bezirks Mittelfranken sowie der Stadt Gunzenhausen und des Zweckverbands Altmühlsee werden die logistischen Begebenheiten am Altmühlsee bei Gunzenhausen ausgebaut. So soll unter anderem dann eine Bootshalle in der Nähe von Gunzenhausen entstehen.

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Von Erlangen nach Rumänien: Abenteuerliche Fahrt auf nachgebautem Römerboot

Hunderte von Kilometern mit einem Römerboot ist der Erlanger Professor Boris Dreyer mit einem Team von Freiwilligen auf der Donau bis nach Tulcea in Rumänien gerudert. Das Boot war zum 275-jährigen Bestehen der Erlanger Friedrich-Alexander-Universität originalgetreu nachgebaut worden. Zwischen den Fahrten auf dem Strom wurde es gelegentlich mit einem Bootstrailer auf der Straße transportiert.


Sobald das Boot fertiggestellt ist, soll es während der Projektzeit von 30 Monaten sowie darüber hinaus weitere sieben Jahre lang als Beispiel für gelebte Geschichte entlang der Donau unterwegs sein, um an weiteren Projektstandorten die damalige Arbeitswelt sowie die römische Bauingenieurskunst und das Militärwesen der Öffentlichkeit näherzubringen.

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