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Schloss Büg in Forth bei Eckental bekommt viel Geld

Danke eines Förderbescheid kann die Bausubstanz des historischen Gebäudes gesichert werden - 24.06.2020 11:05 Uhr

Schloss Büg hat eine lange Geschichte — und die sieht man dem Anwesen inzwischen auch an. Die Bausubstanz muss dringend erhalten werden, und dafür stehen der Gemeinde Forth nun Fördermittel zur Verfügung. © Foto: Isabel Krieger


Hintergrund ist ein Förderbescheid von fast einer Million Euro, mit dem der Freistaat Bayern im Rahmen der Städtebauförderung in Forth nun in einem ersten Bauabschnitt die Sanierung des Gebäudes unterstützt.

Am Dienstag war eine Delegation aus München und Ansbach zu Besuch, im Gepäck ein Förderbescheid über 961.000 Euro. Das sind 80 Prozent der geschätzten Kosten von 1,26 Millionen Euro, die in einem ersten Abschnitt die Bausubstanz des Schlosses sichern sollen. Im Februar hatte ein Architekturbüro eine aktuelle Machbarkeitsanalyse im Eckentaler Bauausschuss vorgestellt, nachdem die Sanierung des Forther Wahrzeichens wieder in den Fokus gerückt war. Konkret wurden darin vor allem Schäden am Dach und in der Bausubstanz analysiert. Wurmbefall, Hausschwamm und PCP — die Liste liest sich lang.

In vier Bauabschnitten soll das Schloss, das wie kaum ein Gebäude im Ort auf eine wechselvolle Geschichte zurückblickt, für insgesamt rund 4,8 Millionen Euro in den nächsten Jahren saniert werden.

Dabei ist eine der Kernfragen die Rekonstruierung des ursprünglichen Daches. Das jetzige wurde dem Gebäude erst nach einem Brand im Jahr 1860 aufgesetzt. Eine Rückkehr zum historischen Dach böte laut Architekten und Denkmalschutz deutlich mehr Möglichkeiten in Sachen Nutzung.

Doch was wird aus Schloss Büg? Rittergut, israelitisches Kindererholungsheim, Auffanglager, Flüchtlingsheim, Schule . . . 2001 hatte die Gemeinde das leerstehende Schloss schließlich gekauft, seither wurden immer wieder Ideen produziert und verworfen. Mittlerweile gehören auch umliegende Grundstücke der Gemeinde, die sich nun, da sind sich alle Fraktionen einig, nicht nur baulich, sondern auch politisch kooperativ mit der Zukunft des laut Bürgermeisterin Ilse Dölle "identitätsstiftenden" Gebäudes befassen wird.

ISABEL KRIEGER

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