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Schwierige Suche nach Platz für Wohnmobile in Erlangen

Stadtverwaltung und City-Management sollen gemeinsam nach einem geeigneten Standort suchen - 17.05.2015 06:54 Uhr

In der Nachbarstadt Forchheim schon seit Jahren im Angebot — Wohnmobilstellplätze für die Kurzzeitgäste. © Foto: Edgar Pfrogner


Als einen möglichen Standort für etwa fünf bis zehn solcher Wohnmobil-Parkplätze schlug die FDP in ihrem Antrag den Bereich des ehemaligen Campingplatzgeländes an der Wöhrmühle vor. Aber auch andere geeignete Plätze sollen unter die Lupe genommen werden, beispielsweise der Großparkplatz oder ähnlich „innenstadtnahe Flächen“.

FDP-Mann Jürgen Zeus stieß mit seinem Anliegen im Umwelt-, Verkehrs- und Planungsausschuss auf offene Ohren. Jedenfalls sieht man auf Seiten der Grünen Liste (GL) und der CSU das Ganze wohl ebenso und signalisierte Zustimmung. Gabriele Kopper (CSU) wies dabei auf die vielen Feste und Festivals hin, und plädierte für den „Campingplatz“: „Ich halte das Gelände für ideal und sehr geeignet.“

„Nicht sinnvoll“

Dass die Stadt in Sachen Wohnmobil-Stellplätze gerade für Besucher und Touristen rein gar nichts zu bieten hat, monierte Helmut Wening. Der GL-Rat findet den Zustand einfach nur „traurig“. Denn da die Wohnmobiler meist alles mit dabei hätten, würde ein einfacher Strom- und Wasseranschluss durchaus genügen. Und der wäre wohl in einem überschaubaren finanziellen Rahmen zu leisten.

Der favorisierte Stellplatz am Wöhrmühlensteig birgt allerdings einige Tücken. Denn das Grundstück, das seit Ende letzten Jahres der Stadt gehört, liegt bekanntlich im Überschwemmungsgebiet. Damit sei ein dauerhafter Betrieb von sanitären Anlagen nicht möglich und also eine Nutzung als Wohnmobilstellplatz letztlich „nicht sinnvoll“, wie Baureferent Josef Weber deutlich machte.

Davon abgesehen besteht für jenes Areal bereits ein „Grobnutzungsrecht“ des Amtes für Soziokultur. Ins Auge gefasst wird dort eine kulturelle, freizeit- und umweltpädagogische Nutzung des Grundstücks. Und das wiederum beißt sich mit einer gleichzeitigen Nutzung als Wohnmobilstellplatz und scheint deswegen schlicht unvereinbar zu sein .

Gemeinsame Suche

Aber: So ganz ohne steht die Stadt doch nicht da. Denn in einer Ecke des Großparkplatzes finden sich tatsächlich Kurzparkzonen für etwa vier Wohnmobile. Die wurden schon 2009 geschaffen. Allerdings ist diese Örtlichkeit nicht unbedingt ein Aushängeschild für die Hugenottenstadt. Auch deshalb spricht sich das City-Management dafür aus, diesen Standort aus „touristischer und werblicher Sicht“ nicht weiter auszubauen. Die freie Sicht auf die A 73 samt einem gehörigen Lärmpegel und der fehlenden Infrastruktur dort laden nicht allzu sehr zum Verweilen ein. Dagegen wäre ein etwas angenehmerer Platz unweit der Innenstadt geradezu ideal. Einen solchen, allseits akzeptablen zu finden — und zwar „in Kooperation mit der Verwaltung“ — soll nun Aufgabe des City-Managements sein. Darüber kam die Ausschussrunde überein.

RAINER WICH

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