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Freitag, 26.04.2019

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Seerose auf nackter Haut im Botanischen Garten

Bodypainting-Künstlerin Andrea Stern verwandelte in Erlangen ein Model - 28.08.2018 18:00 Uhr

Die Bodypainting-Künstlerin Andrea Stern schuf in siebenstündiger Arbeit im Botanischen Garten Erlangen ein menschliches Kunstwerk: Sie verwandelte eine Frau in eine Seerose. © Torsten Hanspach


Die Vorbereitungen begannen schon am Morgen: Neugierig beobachtet von den Fischen, installieren Helfer in wasserdichten Hosen eine Plattform mitten im Seerosenteich.

Dann werden Dutzende von Farbtöpfchen, Pinseln und Schwämmchen auf bereitgestellten Tischen verteilt, und eine junge Frau entkleidet sich bis auf den Slip.

Die in Nürnberg und Bayreuth lebende Künstlerin Andrea Stern hat am Samstag im Botanischen Garten Erlangen ein besonderes Kunstwerk geschaffen. Seit rund vier Jahren bündeln sich ihre künstlerischen Fähigkeiten im Bodypainting und dem anschließenden Fotografieren ihrer Kunstwerke unter dem Label "Kunst vom anderen Stern".

Bilderstrecke zum Thema

Nackte Haut und wilde Kunst: Bodypainting in Erlangen

Eine menschliche Seerose, ein Bild mit Pinsel und Farbe auf nackter Haut: Im Botanischen Garten Erlangen verwandelte die Künstlerin Andrea Stern ein Model in eine Victoria-Seerose. In rund sieben Stunden Arbeit entstand ein einzigartiges und außergewöhnliches Kunstwerk, das die zahlreichen Besucher inmitten des Seerosenbeckens bewundern konnten. Wir haben die Bilder!


Im vergangenen Jahr verwandelte die Künstlerin zum Beispiel im Nürnberger Tiergarten verschiedene Models in Papagei, Adler, Faultier oder Krokodil. Die Fotografien stellte sie diesen Sommer dort aus und gestaltete damit auch einen beeindruckenden Fotokalender. Auch an internationalen Wettbewerben im Bodypainting hat sie bereits teilgenommen.

Heute wird Model Alex in eine Pflanze verwandelt. Das erahnen nach und nach auch die zahlreichen Besucher des Botanischen Gartens, die die Arbeiten interessiert verfolgen.

Alex steht zum ersten Mal Modell und ist etwas aufgeregt. Das Bodypainting ist ein Geburtstagsgeschenk ihres Mannes Karsten, der bereits die Entstehung des Kunstwerks mit der Kamera in allen Details festhält. Wie es sich anfühlt? Ganz normal, und "es macht riesig Spaß", sagt Alex und muss doch ab und zu lachen, wenn der Pinsel auf der Haut kitzelt.

Nach fast sechs Stunden Stillhalten ist es geschafft: Andrea Stern ist zufrieden mit dem, was sie aus endlosen Pinselstrichen geschaffen hat: Eine farbenprächtige Victoria-Seerose, rückenfüllend, die nun auf der im Teich installierten Plattform positioniert und ausgiebig fotografiert wird. Und tatsächlich sieht man erst auf den zweiten Blick, dass es ein Mensch ist, der dort liegt.

Am Sonntag ist Andrea Stern erneut im Botanischen Garten, mit einem anderen Model und einem anderen Kunstwerk. Was es wird, verrät sie noch nicht.

Aber wer auf den Geschmack gekommen ist, kann selbst gern ein Painting bei ihr anfragen unter www.kunst-vom-anderen-stern.de

  

TORSTEN HANSPACH

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