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Donnerstag, 18.07.2019

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Seit 15 Jahren kämpfen Erlanger um diesen Radweg

Kosbacher wollen weiter an einer Verbindung nach Steudach festhalten - 11.07.2019 14:00 Uhr

Die Straße zwischen Kosbach (hinten) und Häusling ist schmal und für Fahrradfahrer und Fußgänger gefährlich. © Foto: Klaus-Dieter Schreiter


"Was hindert uns daran, die Straße zwischen Kosbach, Häusling und Steudach einfach dicht zu machen?" fragte eine Neubürgerin aus einem der westlichen Stadtteile in der jüngsten Ortsbeiratssitzung von Kosbach, Häusling und Steudach. Dieser Vorschlag aber war in einer früheren Sitzung allerdings schon einmal gemacht und abgelehnt worden.

Zuletzt wollte man dann die Feldwege zwischen den Ortsteilen so ausbauen, dass sie von Fahrradfahrern genutzt werden können. Die Stadt sollte das notwendige Material zum Ausbau zur Verfügung stellen, um die Landwirte zu einer Zustimmung einer erweiterten Nutzung zu bewegen.

Da die jedoch in den meisten Fällen Eigentümer der Wege sind, hätten sie auch die Unterhaltspflicht und die Verkehrssicherungspflicht, und das wollte der Ortsbeirat ihnen nicht zumuten.

"Wir wollen einen extra Radweg", forderte darum das Ortsbeiratsmitglied Martin Dengler. Ein solcher Weg entlang der Straße würde allerdings, wie der Chef der Abteilung Verkehrsplanung in der Stadt, Christian Korda, im letzten Jahr vorgerechnet hatte, über 700 000 Euro kosten. So viel Geld will die Stadt offenbar nicht locker machen für einen Radweg entlang einer Straße, auf der pro Tag lediglich rund 1000 Fahrzeuge unterwegs sind.

Lisa Rettelbach schlug darum vor, auf der Fahrbahn einen Streifen für Fahrradfahrer und Fußgänger ab zu markieren. Die Ortsbeiräte sahen jedoch schnell ein, dass das auf der schmalen Straße nicht möglich ist.

Brisant: Viele Jugendliche radeln hier nachts im Dunkeln

Das Thema sei auch deshalb brisant, weil viele Jugendliche nachts im Dunkeln vom Kosbacher Stadl entlang der Straße nach Häusling und Steudach laufen würden, stellten die Ortsbeiräte unisono fest. Christoph Oberle befürchtete, es müsse wohl erst ein Unfall passieren, bis die Stadt zur Einsicht komme und den Weg baue.

Weil die Beharrlichkeit des Ortsbeirates schließlich auch dazu geführt hatte, dass der Radweg zwischen Büchenbach und Steudach ausgebaut wurde, will das Gremium intensiv am Thema dran bleiben. Weitere 15 Jahre "abärgern" wolle man sich nicht. 

kds

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