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Semesterticket kommt frühestens im Sommersemester 2015

VGN wertet Nutzungsverhalten der Studenten aus - Münchner Modell als Vorbild - 11.12.2013 16:51 Uhr

Bisher gelten die Semestertickets in der Region nur für die Vorlesungszeit. Ein Ticket für das gesamte Semester ist nicht vor 2015 in Sicht. © Mark Johnston


Das derzeitige Semesterticket ist schon lange nicht mehr auf dem Stand der Dinge. Dessen ist sich auch der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) bewusst. Denn die Zeiten, in denen ein Student nur während der Vorlesungszeit in die Uni musste, sind schon lange vorbei.

Doch bis ein überarbeitetes Ticket erhältlich ist, das sechs Monate und nicht nur drei Monate am Stück gültig ist, wird noch einige Zeit vergehen. VGN-Pressesprecher Manfred Rupp geht frühestens ab dem Sommersemester 2015 davon aus, den Studenten solches ein Ticket anbieten zu können.

Der Grund dafür ist eine derzeit laufende Auswertung einer Fahrgastbefragung, auf deren Grundlage die Preise für das Semesterticket kalkuliert werden sollen. "Bis die Auswertung spruchreif ist, wird noch rund ein halbes Jahr vergehen", so Rupp. Die rund 700.000 Datensätze werden etwa in der ersten Jahreshälfte 2014 analysiert sein.

Doch dann, so der Pressesprecher, finge die eigentliche Arbeit erst an. Denn um ein ähnliches Semesterticket wie in München anbieten zu können, muss das Modell erst juristisch und anschließend von den Studenten selbst geprüft werden. In der Landeshauptstadt muss jeder Student einen festen Solidarbeitrag in Höhe von 59 Euro pro Semester bezahlen, mit dem er die öffentlichen Verkehrsmittel unter der Woche zwischen 18 und sechs Uhr und an Wochenenden uneingeschränkt nutzen kann. Mit dem zweiten Baustein, der IsarCard-Semester, können Studenten rund um die Uhr mit U-Bahn, Tram und Straßenbahn fahren - zum Preis von 141 Euro pro Semester.

Dieses Münchner Sockelmodell soll auch in der Metropolregion angewendet, jedoch zuvor von der Studentenschaft abgesegnet werden. Die VGN will den Studentenvertretungen mehrere Preismodelle vorlegen. Das mehrheitsfähigste soll dann umgesetzt werden. "Damit wollen wir Klagen gegen das Studentenwerk schon vorab entgegenwirken", sagt Rupp.

Seit langem wünscht sich das studentische Aktionsbündnis von Uni Erlangen-Nürnberg, TH Nürnberg und Evangelischer Hochschule Nürnberg ein nicht zu teures Semesterticket. Die CSU-Stadtratsfraktion setzt sich bereits seit zwei Jahren für ein verlängertes Ticket ein.

Katrin Wiersch

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