Mittwoch, 18.09.2019

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Semmeln ökologisch backen: FAU entwickelt effizienten Ofen

Neuer Backofen soll den Ausstoß von CO2 und Stickoxiden sowie Kosten sparen - 02.11.2018 06:15 Uhr

Es geht auch umweltschonender: In einem neuartigen Backofen, der zusammen von Erlanger und Münchener Forschern entwickelt wurde, können stromsparend Brot und Brötchen gebacken werden. © Foto: FAU/Vojislav Jovicic


Ein Forscherteam der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der Technischen Universität München (TUM) hat einen neuen Backofen entwickelt, der sowohl Kosten spart, als auch den Ausstoß von CO2 und Stickoxiden verringert.

Einzelne Bäckereien können so, abhängig von der Betriebsgröße, bis zu 12.000 Euro im Jahr an Energiekosten einsparen. Ganz entscheidend für die Entwicklung des energieeffizienteren Backofens war der Technologietransfer aus anderen Industriebranchen.

So kommen zum Beispiel besondere Porenbrenner zum Einsatz, die bisher nur bei der Papier- oder Aluminiumproduktion verwandt wurden. Sie ermöglichen den Verzicht auf eine offene Flamme und erzeugen damit ein einheitlicheres Temperaturfeld. Weiterer Nebeneffekt: es entstehen weniger Schadstoffe.

Der Prototyp des neuen Ofens lieferte zufriedenstellende Testergebnisse, so die Forscher in einer Pressemitteilung. In Volumen, Textur, Porengröße, Kruste etc. habe das getestete Weizenbrot keine Unterschiede zu herkömmlichen Öfen aufgewiesen. Zwei wesentliche Unterschiede gibt es aber trotzdem - der neue Ofen spart Zeit und Kosten.

Besonders kleinere Bäckereibetriebe sollen profitieren

Laut Vojislav Jovicic, Leiter des Forschungsbereichs für Verbrennungstechnik an der FAU, lässt sich jeder Ofen auf diese Weise umrüsten. Besonders kleinere, mittelständische Bäckereibetriebe können von diesem Verfahren profitieren und so ihre Existenz sichern, ist sich Jovicic sicher.

Die Forscher kooperieren bereits mit mehreren wichtigen deutschen Herstellern von Backöfen. Vojislav Jovicic hofft, dass Öfen, die nach dem neuen Backkonzept funktionieren, in den nächsten drei bis fünf Jahren auf den Markt gebracht werden können - mit Knowhow aus Erlangen. 

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