Montag, 23.11.2020

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Siemens bereitet Auszug aus Himbeerpalast vor

Knapp 7000 Einzelstücke aus dem Inventar wurden versteigert - 21.10.2020 18:30 Uhr

Die Siemens Gebäude an der Werner-von-Siemens-Straße, im Volksmund "Himbeerpalast" genannt. Hier einer der Innenhöfe.

20.10.2020 © Harald Sippel


Der "Himbeerpalast", bestehend aus mehreren um Innenhöfe gruppierte Gebäudeflügel, wurde 1948-53 in fünf Bauabschnitten nach Plänen des damaligen Siemens-Hausarchitekten Hans Hertlein erbaut.

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Siemens räumt den Himbeerpalast in Erlangen

Siemens bereitet den Abschied vor von einem Büro- und Verwaltungsgebäude, das auch ein Wahrzeichen der Stadt ist. Ende 2020 übergibt Siemens dann den Gebäudekomplex an den Freistaat. Dort soll die Universität einziehen.


Das Gebäude, das 1991 als erster Nachkriegsbau unter Denkmalschutz gestellt wurde, orientiert sich an den in den 20er Jahren in der Berliner Siemensstadt entwickelten Bauten.

Zeitloses Gebäude

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Siemens - die Geschichte eines Weltkonzerns

Über 40.000 Mitarbeiter beschäftigt Siemens in Nordbayern. Damit ist das Unternehmen der größte private Arbeitgeber der Region. Aktuell wird der Konzern von Vorstandschef Joe Kaeser mal wieder umgebaut - doch das ist beileibe nicht das erste Mal, dass sich Siemens in seiner Geschichte neu aufstellt.


Jedoch zeigen die gläsernen Eingangshallen, das Penthouse auf dem Südflügel und der elegante halbrunde Ausstellungspavillon an der Spitze des Trapezes den Stil der 50er Jahre. "Insgesamt entstand ein fast zeitlos modernes Zweck- und Verwaltungsgebäude, das zugleich den Rang eines Weltunternehmens zur Schau stellt", ist im Stadtlexikon nachzulesen.

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Siemens-Campus: Grundsteinlegung für das Modul 2

Im fast CO2-freien Zelt ist der Grundstein für das Modul 2 auf dem Siemens-Campus gelegt worden. Im Modul 2 ist auch das neue Empfangsgebäude enthalten, das zum neuen Wahrzeichen von Siemens in Erlangen werden soll.


Ende des Jahres übergibt Siemens den Gebäudekomplex an den Freistaat. Für rund 100 Millionen Euro wird der Himbeerpalast in den kommenden Jahren zum neuen Zentrum der Philosophischen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität umgebaut. Abgeschlossen ist die Versteigerung des Siemens-Inventars. Knapp 7000 Einzelstücke kamen unter den Hammer. 54 000 Gebote wurden abgegeben. Fazit der mit der Auktion beauftragten Firma: "100 Prozent der Posten sind verkauft worden."

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