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Montag, 14.06.2021

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Sommerferien-Kurs: So will die Wirtschaftsschule in Erlangen Schüler fördern

Nach "Corona-Schuljahr" soll guter Start ins Schuljahr 2021/22 ermöglicht werden - 14.05.2021 18:00 Uhr

Lernen in den Sommerferien: Die Lehrerinnen und Lehrer der Wirtschaftsschule in Erlangen wollen einen Crashkurs in der letzten Ferienwoche anbieten.

12.05.2021 © imago images/photothek


Lernen im Corona-Schuljahr 2020/21 war ein Kraftakt. Mittlerweile steht fest, dass trotz Verbesserungen beim Distanzunterricht die schulischen Leistungen vieler Kinder beeinträchtigt sind. Lücken tun sich aber nicht nur beim Lernstoff auf, sondern erstrecken sich auch auf den sozialen Bereich.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung will mit dem zwei Milliarden Euro starken "Aktionsprogramm Aufholen nach Corona" Kindern und Jugendlichen die bestmöglichen Chancen auf gute Bildung und persönliche Entwicklung erhalten.

Kompakt, kostenlos, freiwillig

Doch noch bevor entschieden ist, wer von diesem Kuchen etwas abbekommt, hat man sich bei der städtischen Wirtschaftsschule im Röthelheimpark Gedanken gemacht und will nun in der letzten Woche der Sommerferien eine Förderung anbieten, um den Schülerinnen und Schülern einen guten Start ins neue Schuljahr zu ermöglichen.

"Die Kolleginnen und Kollegen wollen in den vier Hauptfächern jeweils klassenstufenintern einen kompakten und vor allem kostenlosen Crashkurs anbieten, an dem Schülerinnen und Schüler freiwillig teilnehmen können", sagt Schulleiter Gerald Wölfel. Zwar habe man eine sehr intensive Beschulung auch über die Distanz gehabt und bei einer Umfrage in der Elternschaft und auch von den Schülern eine gute Note für den Unterricht in diesem Schuljahr bekommen. Dennoch sei es sicher gut, in Präsenz einige Dinge zu wiederholen.

Soziales Miteinander

Auch für das soziale Miteinander ist die "Sommerschule" gedacht. Es sei wichtig, dass man sich wieder sehen und miteinander kommunizieren könne, so Wölfel.

Das ganztägige Angebot der Schule beinhaltet an den Nachmittagen darüber hinaus auch eine "Praxisphase Betrieb". Viele Schülerinnen und Schüler der Wirtschaftsschule gehen nach dem Abschluss in eine berufliche Ausbildung.

Praxis in Betrieben kennenlernen

Der wichtige Kontakt der Schüler zu den Betrieben sei in diesem Schuljahr jedoch abgerissen, so Schulleiter Wölfel, "da heuer sehr viele Praktika abgesagt werden mussten". Dank der sehr guten Beziehungen der Schule zu zahlreichen Betrieben im Großraum, die normalerweise auch bei dem hauseigenen Berufsinformationstag vor Ort sind, könne man nun das Angebot der "Praxisphase" machen.

Der Großteil der Sommerferien soll übrigens auch an der Wirtschaftsschule nicht angetastet werden. Das derzeitige Schuljahr sei für alle sehr anstrengend, sagt Gerald Wölfel. "Die ersten fünf Wochen der Ferien brauchen wir alle zur Erholung."

ek

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