Start-Schuss für Firmenimpfung in Erlangen

16.5.2021, 06:00 Uhr
Der Betriebsarzt hat aus seinem Kontingent die Reihenimpfung bei der Davero Dialog GmbH ermöglicht: Hier impft Dr. Jan Sagkob den Mitarbeiter Jan Schwope.

Der Betriebsarzt hat aus seinem Kontingent die Reihenimpfung bei der Davero Dialog GmbH ermöglicht: Hier impft Dr. Jan Sagkob den Mitarbeiter Jan Schwope. © Klaus-Dieter Schreiter

"Wir haben von den Impfmöglichkeiten in Betrieben im Fernsehen gehört und daraufhin unseren Betriebsarzt gefragt, ob uns Impfungen anbieten kann", sagt die geschäftsführende Gesellschafterin von Davero Dialog, Jutta Birzer. Zunächst sei nicht klar gewesen, ob das klappt, aber dann habe der Betriebsarzt doch 200 Impfdosen für den 14. Mai zur Verfügung gehabt.

Zwei kleine Impfzentren

Flugs wurden die 680 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angeschrieben, nur rund 190 hätten kein Interesse gehabt, auch weil sie schon geimpft waren. "Die ganze Organisation war aufregend, ist das doch nicht unser Kerngeschäft", strahlt Birzer. Auf die Schnelle wurden zwei kleine Impfzentren mit Wartebereich und Ruhebereich in und um die Besprechungsräume eingerichtet, die Aufklärungsbögen wurden per Email verschickt. Dann wurde von drei Ärztinnen und Ärzten parallel fast alle fünf Minuten geimpft. Betriebsarzt Dr. Jan Sagkob erzählt, er habe Astrazeneca-Impfdosen über seinen Erlanger Kassensitz erhalten und 200 Dosen für Davero Dialog übrig gehabt. Es sei eigentlich Zufall gewesen, dass das geklappt habe.

Jan Schwope, der seit 17 Jahren in der Firma arbeitet, ist einer der 156 gewesen, der eine Impfung bekommen hat. Er ist froh, dass es auf diesem Weg geklappt hat.

In vier Wochen soll bei Davero Dialog weiter geimpft werden. Wenn dann alle Impfwilligen ihre Dosis erhalten haben, sind laut Marketingleiter Michael Gihr 70 Prozent der Mitarbeiter erstgeimpft. Die zweite Impfung wird wie in den "richtigen" Impfzentren automatisch festgelegt.

"Wir wollen so viele wie möglich impfen, das ist nicht nur für die Unternehmen wichtig, sondern für die Gesellschaft insgesamt", sagt Jutta Birzer.