Mittwoch, 20.11.2019

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Startschuss zum BBGZ: Baubeginn an der Hartmannstraße

Arbeiten am Kletterzentrum des Alpenvereins haben offiziell begonnen - 04.10.2019 11:00 Uhr

Vier Bau-Projekte, ein Standort: An der Hartmannstraße (ganz links in der Karte) wird sich in den kommenden drei Jahren alles verändern. © Quelle: Stadt Erlangen


In drei, vielleicht auch vier Jahren soll alles fertig sein. Wo jetzt noch ein Riesenschotterplatz ist, wird das größte Sport- und Begegnungszentrum der Stadt entstehen. Lange hat das Projekt Hartmannstraße Erlanger Referenten, Kommunalpolitiker und Sportfunktionäre beschäftigt. Jetzt aber geht es los: Am vergangenen Freitag begannen die Bautätigkeiten am neuen Kletterzentrum des Alpenvereins, im Frühjahr geht es auch rundherum rund. Der Zeitplan für das Bürger- und Begegnungszentrum mit Vierfach-Sporthalle – kurz: BBGZ.

"Sobald die Frostperiode vorbei ist, geht es im Frühjahr 2020 los", kündigt Josef Weber, der Planungs- und Baureferent der Stadt Erlangen an. Firmen, die sich um den Baubeginn kümmern, sich bereits gefunden, weitere Ausschreibungen folgen. Insgesamt werden mindestens 25 Unternehmen beteiligt sein an diesem Großprojekt, das 2022 fertig werden soll. Geplant sind wie berichtet eine Vierfach-Sporthalle mit 1000 Zuschauer-Plätzen, ein zweistöckiger Bewegungsraum, zwei Gymnastikräume, ein Kraftraum und ein Zimmer für Besprechungen. Geschätzte Kosten: knapp 20 Millionen Euro.

Hinzu kommen auf dem gesamten Gelände, auf das die Vierfach-Halle etwa viermal passen würde, Sport-Außenanlagen für alle. Im Bürokratie-Sprech heißt das "niederschwellige Angebote", gemeint sind Sportgeräte, Felder und Laufbahnen, die jeder nutzen kann, wann er will und ohne Anmeldung. Auch eine frei zugängliche Toilette wird es für die Sportler in der Halle geben. So viel sei geplant, dass man eine ganze Serie über die neuen Möglichkeiten machen könnte, sagt Ulrich Klement, der Leiter des Erlanger Sportamts. Recht hat er.

Schon im Dezember 2020 will der DAV fertig sein

Neben der Halle entsteht das neue Kletter- und Vereinszentrum des Alpenvereins (DAV). Rund vier Millionen Euro kostet das Projekt, das Geschäftsräume, einen Veranstaltungsraum, ein Bistro, mehrere Schulungsräumlichkeiten und vor allem das Sportklettern vereinen soll. Schon im Dezember 2020 möchte der DAV den Bau abschließen, drumherum allerdings wird fleißig weiter gebaut werden.

Parallel stockt die Stadt Erlangen die Wohncontainer direkt neben der geplanten Halle auf. Diese waren einst Notunterkünfte für Flüchtlinge und sind mittlerweile Interimswohnungen für Menschen, die in Erlangen bleiben dürfen. Für die Übergangszeit können die Familien in der Hartmannstraße einziehen. Weil die Anfrage groß ist, "setzen wir weitere Container eins-zu-eins auf die bestehenden drauf", sagt Weber. Es entstehen also doppelt so viele Wohnungen wie es aktuell gibt. Sinkt irgendwann der Bedarf, könne man das auch einfach wieder abbauen.

Neben den Wohnungen sind die Parkplätze des BBGZ. Hier wird der Großteil weiter auf Schotter sein, einem "versickerungsfähigen Boden", wie Weber sagt. Das sei wegen des nahen Naturschutzgebiets wichtig.

Mehrere Hundert Kinder und Jugendliche täglich

Und auch beim Familienzentrum sind die Planungen bereits in vollem Gange, Baubeginn ist ebenfalls im kommenden Jahr, wohl im September. "Bei der Halle sind wir inhaltlich zwar weiter", sagt Weber, "doch da dauert die Baustelle auch länger". Das Familienzentrum, das rund 13 Millionen Euro kosten soll, wird die Vierfachhalle im Laufe des Prozesses einholen.

Ist dort alles fertig, könnten am Tag mehrere Hundert Kinder und Jugendliche vorbeischauen. Platz finden sollen in dem neuen Gebäude Angebote der offenen Jugendsozialarbeit, eine familienpädagogische Einrichtung, eine Spiel- und eine Lernstube, eine Kinderkrippe sowie eine Kindertagesstätte. Es wird also lebhaft werden an der Hartmannstraße.

Doch das, sagt Weber, sei auch das Ziel. "Wir wollen auf einer Fläche ein großes Miteinander möglich machen." Gemeinsame Angebote seien das Ziel. So sollen die Kinder und Jugendlichen beispielsweise auch die Kletteranlage und die Sportgeräte rundherum nutzen, "alles unter einem Dach". Wobei Vieles natürlich im Freien stattfindet.

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