Sperrungen und Staus

Straßensperrungen: Unternehmer weiter sauer auf die Stadt Erlangen

4.8.2021, 10:30 Uhr
Weil die Bayreuther Straße zwischen Baiersdorfer Straße und Essenbacher Straße gesperrt ist, kommt es in der Nordstadt (wie hier beim Gulden und in der Essenbacher Straße)  zu Mega-Staus.
Foto: Klaus-Dieter Schreiter

Weil die Bayreuther Straße zwischen Baiersdorfer Straße und Essenbacher Straße gesperrt ist, kommt es in der Nordstadt (wie hier beim Gulden und in der Essenbacher Straße) zu Mega-Staus. Foto: Klaus-Dieter Schreiter © Klaus-Dieter Schreiter, NN

Ungeachtet des Kompromissangebots der Stadt Erlangen, zukünftig bei größeren Bauvorhaben mit Sperrungen zeitiger Berufsverbände und Unternehmer zu kontaktieren, hat aufgrund der Umbaumaßnahmen mit aufwendigen Sperrungen der Essenbacher Straße/Bayreuther Straße der Unternehmer Jonas Gulden nun einen offenen Brief an die Stadt verfasst.

Massiv betroffen

Seine Brezen-Bäckerei ist, wie berichtet, massiv durch die Sperrungen betroffen. Gulden hatte kritisiert, dass er aufgrund der späten Hinweise auf die Straßensperrungen keine Möglichkeit hatte, etwa mit einem Popup-Stand in der Innenstadt zu reagieren. „Es ist mir unverständlich, warum weder das Ordnungsamt noch das City-Management, oder andere städtische Stellen nicht in der Lage waren, unseren Betrieb im Vorfeld und zwar nicht kurzfristig, über die Umbaumaßnahmen zu informieren, um den dadurch resultierenden Schaden so gering wie möglich zu halten.“

Gulden kritisiert weiter, dass seinem Betrieb, in dem 21 Mitarbeiter, inklusive fünf Auszubildende, beschäftigt sind, „nicht die Aufmerksamkeit und Rücksicht entgegengebracht wurde, die ihm schon aus volkswirtschaftlichen Gründen“ zustehe. So lasse sich, so Gulden, das Verhalten der Verwaltung „mit Sicherheit nicht mit der von der Stadt propagierten Hilfe für kleine Handwerksunternehmen und als Maßnahme gegen das Ladensterben in der Stadt in Einklang bringen“.

Entgegenkommen gefordert

Gulden fordert daher für den Mittelstand und die diversen Erlanger Einzelhändler, „dass sich die städtische Verwaltung mit ihren Maßnahmen an den wirtschaftlichen Gegebenheiten derjenigen orientiert, die mit ihren Gewerbesteuern, Einkommenssteuern etc. den Verwaltungsapparat mitfinanziert“.

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