Donnerstag, 13.05.2021

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Streit um FFP2-Maske: Mann zog PTB-Revolver in Erlanger Arcaden

72-Jährigen erwartet Strafverfahren wegen Bedrohung - 10.04.2021 12:15 Uhr

FFP2-Maske

29.01.2021 © Daniel Karmann, dpa


Am Freitag, 9. April, kurz vor Mittag wollte ein 72 Jahre alter Mann in ein Geschäft in den Arcaden. Aufgrund aktuell geltender Bestimmungen wurde er von einem Mitarbeiter angewiesen, seine einfache medizinische Maske gegen eine FFP2-Maske zu ersetzen.

Hieraus ergab sich offenbar ein Streitgespräch zwischen den beiden Männern. Der Mann zog anschließend einen PTB-Revolver, also eine Schreckschusswaffe, aus seinem Rucksack und zielte kurzzeitig auf den Sicherheitsdienstmitarbeiter. PTB steht dabei für "Physikalischtechnische Bundesanstalt".

Danach steckte der Mann die Waffe wieder in den Rucksack. Anschließend wurde der Mann vom Sicherheitsdienst überwältigt und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten. Dabei leistete der Mann keine Gegenwehr.

Mit behördlicher Erlaubnis 

Wie die Ermittlungen ergaben, besaß der 72-Jährige eine behördliche Erlaubnis zum Führen des Schreckschussrevolvers. Offenbar hatte der Mann, wie die Polizei schreibt, "die Situation mit den Sicherheitsmitarbeitern falsch eingeschätzt" und wollte den vermeintlichen Angreifer nur auf Distanz halten. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand; auch ergab sich keine Gefährdung für unbeteiligte Kunden in dem Einkaufszentrum.

Die Schreckschusswaffe wurde sichergestellt; den 72-Jährigen erwartet nun ein Strafverfahren wegen Bedrohung. Zudem wird die zuständige Waffenbehörde von dem Vorfall unterrichtet.


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