Mittwoch, 23.10.2019

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Tag des offenen Denkmals mit vielen Stationen in Erlangen

Am Sonntag gibt es Führungen durch die Stadt, durch Werkhallen und durch Kirchen - 07.09.2019 11:00 Uhr

Am Tag des offenen Denkmals am kommenden Sonntag wird unter anderem auch die Scheinwerferhalle in Bruck aus dem Jahr 1937 zu besichtigen sein.


Dabei wird gezeigt, wie stark die Einflüsse der Weimarer und später Dessauer Architektur- und Handwerksschule waren. Auch die Eröffnungsveranstaltung um 10.30 Uhr auf der Clubbühne des E-Werks ist von der Moderne in den 1920er Jahren geprägt, wenn in einer musikalischen Matinee das Ensemble "Vier plus eins" Meisterwerke aus diesen Jahren spielt.

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Ein ausgefallenes Stück Architektur ist die Scheinwerferhalle in der Brucker Wladimirstraße 1–3, ein 1937 entstandener stattlicher Fabrikbau der Rüstungsindustrie, der heute zu einem Coworking-Space umgestaltet wurde. Hier gibt es in drei Schichten jeweils Führung und Vortrag.

Das Programm der Stadtführungen enthält Bekanntes aus den letzten Denkmaljahren, wenn es auch den Blick für andere Einflüsse – eben jene der Moderne – schärft. Bei einer Führung "Vom Badhaus zum Großparkplatz" ermöglicht der ehemalige Stadtmuseums-Leiter Thomas Engelhardt auf dem Oberdeck des Parkhauses eine Diskussion mit dem "Forum Stadtentwicklung" in der Fränkisch-Geographischen Gesellschaft (FGG) über aktuelle Positionen in der Stadtplanung.

"Vom Zollhaus zum Kleeblatt" skizziert eine Führung die bauliche Entwicklung entlang der Werner-von-Siemens-Straße, in der sich eine radikal neue und moderne Formensprache von Verwaltungsgebäuden des Weltkonzerns finden lässt. Auch hier stellen sich Fragen zur weiteren Verwendung der Gebäude, wenn Siemens ins Südgelände umzieht.

"Vom Pohlenplatz zum Bohlenplatz"

Stündliche Führungen zwischen 10 und 17 Uhr gibt es vom Verein "Geschichte für alle" ab dem Gemeindehaus Kreuz + Quer, die die Entwicklung "Vom Pohlenplatz zum Bohlenplatz" aufzeigen. Zwei Führungen zu Kunstwerken im öffentlichen Raum beginnen um 11 und um 15 Uhr jeweils am Pauli-Brunnen und suchen "Wandernde Panther und stählerne Zahnstocher". Hier führt Malte Lin-Kröger vom städtischen Kunstpalais zu Umbrüchen in der Kunst.

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Tag des offenen Denkmals 2019: Das gibt es zu sehen

Die Kühle des alten Gemäuers legt sich auf die Haut, die Dielen ächzten unter den Schritten während das Quietschen der Tür wie das Jaulen eines Poltergeists durch den Raum dringt. Klingt spannend, oder? Viele solcher kleinen Abenteuer lassen sich beim Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 8. September, erleben. Hier kommen unsere oft im Alltag übersehenen Schätze der Region!


Weitere zentrale Veranstaltungsorte sind an diesem Sonntag das Stadtforscherhaus auf der Stadtmauer, das Stadtmuseum sowie das Siemens Med-Museum. Dort starten jeweils auch wieder Führungen "Von Denkmal zu Denkmal". Erstmals ins Blickfeld des Denkmaltages rücken zwei Kirchen: die Heilig Kreuz Kirche in der Langfeldstraße 36 sowie die Erlöserkirche in der Neckarstraße 16. In beiden Kirchen gibt es an diesem Tag Führungen und Vorträge zur Architekturgeschichte.

Das Stadtmuseum beteiligt sich auch in diesem Jahr mit Führungen und Mitmachaktionen, die das diesjährige Motto "Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur" aufgreifen. Um 11 und um 15 Uhr finden Rundgänge durch die aktuelle Sonderausstellung "BarriereSprung. Vom Leben mit Behinderung" statt, die sich umfassend mit dem komplexen Thema "Behinderung" befasst.

Passend zum diesjährigen Motto, erläutert der Kunsthistoriker Harald Tesan in einem Vortrag um 14 Uhr das Thema "Initiativen für die Moderne: Galerie-Szene in Erlangen".

Mitmachaktionen für Kinder im Museumshof

Für Kinder stehen ganztägig Mitmachaktionen im Museumshof bereit. Unter dem Motto "Formen und Farben der Moderne" werden am Beispiel von Skulpturen des Erlanger Künstlers Helmut Lederer aus Modelliermasse Figuren geformt. Diese Aktion wird von der Konzeptkünstlerin Heike Hahn begleitet und ist auch für Sehbehinderte geeignet.

InfoDas ausführliche Programm mit allen Terminen gibt es im Internet unter www.erlangen.de, Stichwort Denkmaltag, sowie im Programmheft, das im Rathausfoyer, in der Tourist-Information in der Goethestraße, in der Adler-Apotheke in der Hauptstraße 64 sowie im städtischen Bauaufsichtsamt, Gebbertstraße 1, im Museumswinkel, ausliegt.

pm

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