Montag, 01.06.2020

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Tempo 30 in der Innenstadt in Baiersdorf?

Entscheidung über die Haupt- und Forchheimer Straße liegt beim Stadtrat - 05.05.2020 15:00 Uhr

Ausbau von Haupt- und Forchheimer Straße in Baiersdorf. Die vorgesehene Engstelle an der Einmündung „Am Friedhof“ monierte die Polizei bei einer Ortsbegehung als zu schmal für den Begegnungsverkehr.


Vor allem die vorgesehene Engstelle an der Einmündung "Am Friedhof" monierte die Polizei bei einer Ortsbegehung als zu schmal für Begegnungsverkehr. Zudem sei der gesamte Straßenzug zu schmal für einen Begegnungsverkehr zweier Lkw. Zudem empfahl die Polizei die Einrichtung einer 30-er Zone. Damit wäre der Straßenverkehr in der gesamten Altstadt einheitlich geregelt.

Bei einem Treffen der Planungsbüros Topos und SRP mit der Stadtverwaltung wurden daher einige Änderungen vorgeschlagen, um dem Busverkehr bessere Ausweichmöglichkeiten zu geben. So solle das Hochbord an der Engstelle Forchheimer Straße auf einer Länge von zwölf Metern durch ein Tiefbord ersetzt werden. Dadurch werde die Befahrung des Gehwegs zum Ausweichen bei "übergroßem Gegenverkehr" ermöglicht. Außerdem, so die Planer, könne man durch die Verbreiterung der Fahrbahn von fünf auf 5,50 Meter an der Bushaltestelle beim Café Amarant bessere Ausweichmöglichkeiten für die Busse schaffen.

Lkw mit mehr als 7,5 Tonnen sollen nur von Süd nach Nord fahren dürfen. Schließlich wurde empfohlen, das Parken nur auf gekennzeichneten Flächen zu erlauben.

Zumindest mit einem Vorschlag bissen die Planer beim Ferienausschuss auf Granit. Die Absenkung des Hochbords kommt für die Stadträte nicht in Frage. "Das Tiefbord widerspricht den Grundsätzen dessen, was wir wollen", legte Jan Voit (FWG) dar. Auch Alois Ritter (CSU) hieb in dieselbe Kerbe: "Ich würde das Hochbord lassen."

Auch bisher habe bei Begegnungsverkehr schon ein Fahrzeug warten müssen, bis das entgegenkommende Fahrzeug passiert sei. Lieber solle man den Gehsteig verschmälern und das Hochbord belassen, erklärte sein Fraktionskollege Gerhard Endres. Julia Seidel (FDP) war zudem der Hinweis wichtig, dass man bis auf den Lieferverkehr ohnehin Lkw aus der Altstadt heraushalten wolle.

"Wir machen jetzt die Straße für Jahrzehnte neu"

Matthias Götz (SPD) kategorisch: "Wir machen jetzt die Straße für Jahrzehnte neu. Deshalb sollten wir keine Notlösung wählen, sondern konsequent beim Hochbord bleiben, wie von der Bevölkerung gewünscht." Das werde die Baumaßnahme verzögern, "aber wir sollten in den sauren Apfel beißen", erklärte schließlich auch 2.Bürgermeisterin Eva Ehrhardt-Odörfer (SPD). Saurer Apfel heißt, an besagter Engstelle in der Forchheimer Straße ist das Hochbord bereits gesetzt und muss wieder aufgerissen werden, um die Straße etwas breiter zu machen. Gleichwohl sprach sich der Ausschuss einstimmig für diese Lösung aus.

Gegen zwei Stimmen vertagt und zur Beratung in die Fraktionen verwiesen wurde die Entscheidung darüber, ob Haupt- und Forchheimer Straße eine 30-er-Zone werden sollen oder als Tempo-30-Bereich ausgewiesen werden. Bei der Zone würde grundsätzlich rechts vor links gelten. Beim Bereich müsste an jeder Straßenkreuzung die Vorfahrtsregelung kenntlich gemacht werden; so wäre es leichter, die Haupt- und Forchheimer Straße als Vorfahrtsstraße gelten zu lassen wie bisher. Die Ratsmitglieder konnten sich noch nicht auf eine Variante verständigen. Damit wird sich also der neue Stadtrat beschäftigen müssen, der sich am 7. Mai konstituiert.

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