Teurer, aber bald fertig: Jugendhaus für CVJM in Erlangen

14.5.2021, 10:28 Uhr
Zwar später als geplant, aber jetzt hat der Bau des CVJM-Jugendhauses begonnen. Noch gibt es eine Finanzierungslücke, die aber mit einer Spendenaktion geschlossen werden soll.

Zwar später als geplant, aber jetzt hat der Bau des CVJM-Jugendhauses begonnen. Noch gibt es eine Finanzierungslücke, die aber mit einer Spendenaktion geschlossen werden soll. © Klaus-Dieter Schreiter

In diesen Tagen ist mit dem Bau des neuen CVJM-Jugendhauses begonnen worden. Bereits in den Sommerferien soll es bezugsfertig sein.

Eigentlich sollte mit dem Bau des neuen Jugendhauses im Hinterhof des CVJM an der Südlichen Stadtmauerstraße bereits im letzten Jahr begonnen werden. Doch dann gab es erhebliche Schwierigkeiten, vor allem mit der Entwässerungsplanung, so dass die Bodenplatte erst im Herbst letzten Jahres erstellt werden konnte. Damit musste der Baubeginn für das Haus in das Jahr 2021 verschoben werden.

Zwölf Lastwagen mit Bauelementen

Nun aber ist es passiert. Ein großer Kran steht auf dem Hof eines Universitätsgebäudes an der Henkestraße. Von dort werden die Bauteile für das Fertighaus auf die Fundamente in der Südlichen Stadtmauerstraße gehoben. Zwölf große Lastwagen seien mit den Bauelementen aus Tschechien angerollt, erzählt der Geschäftsführende CVJM-Sekretär, Karl-Heinz Chretien.

Mit der Bauverzögerung seien allerdings auch Mehrkosten auf den Verein zugekommen, klagt er. Ursprünglich war man von Gesamtkosten in Höhe von rund einer Million Euro ausgegangen, inzwischen ist man bei voraussichtlich 1 150 000 Euro angelangt. Fast 450 000 Euro wird es voraussichtlich an öffentlichen Fördermitteln und von der Kirche geben, rund 460 000 Euro sind an Firmen- und Privatspenden zusammengekommen. Es besteht derzeit noch eine Finanzierungslücke in Höhe von rund 250 000 Euro, so dass der CVJM weiter auf Spenden angewiesen ist. Darum soll in den nächsten Wochen die Aktion "500 x 500 = schuldenfrei" gestartet werden. Chretien ist zuversichtlich, dass der CVJM damit Erfolg haben wird.

Wo einst eine Baracke stand

Das hochmoderne Haus in Fertigbauweise entsteht auf derselben Fläche, auf der einst eine 70 Jahre alte und entsprechend marode Baracke stand, die als "Stadtheim" genutzt wurde. Eine Sanierung der Baracke war nicht wirtschaftlich. Im Erdgeschoss des Neubaus wird es zwei etwa 40 Quadratmeter große Jugendräume, im Obergeschoss vier Mitarbeiterappartements mit entsprechenden Sozial- und Gemeinschaftsräumen geben. Große Fenster sorgen für Tageslicht von der Ost- und von der Südseite.

Der Zugang zum neuen Jugendhaus erfolgt von der Nordseite durch den Innenhof des Grundstückes. Ein großzügiges Foyer und eine auch für Kochaktionen von Gruppen geeignete Küche sowie Toilettenräume mit Dusche und ein behindertengerechter Sanitärraum ermöglichen die Nutzung unabhängig von den entsprechenden Einrichtungen in dem historischen Bestandsgebäude.

Freisitz mit Grillplatz

Der Freibereich wird eingegrünt und befestigt. Die Außenanlagen dienen vor allem als Spielgelände und sollen für Freizeit und Erholung der Jugendlichen da sein. Auf der Südseite des Gebäudes ist ein Freisitz mit Tisch und Stühlen sowie einem Grillplatz vorgesehen, der für die Gruppenarbeit nutzbar ist. Wenn alles wie geplant klappt, wird die Einweihung in den Sommerferien stattfinden können.

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