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Samstag, 25.01.2020

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Trotz Insolvenz: Arbeiter-Samariter-Bund ERH wird fortgeführt

Rechtlich gilt der Verband als aufgelöst - Mitgliedervotum war einstimmig - 07.12.2019 08:00 Uhr

Nach dem Willen der Mitglieder soll der ASB-Kreisverband Erlangen-Höchstadt trotz Insolvenz weiter bestehen. © Foto: Jens Kalaene/dpa


Das Votum war notwendig geworden, nachdem der Verein aufgrund der Eröffnung des Insolvenzverfahrens rechtlich als aufgelöst galt.

Insolvenzverwalter Volker Böhm von Schultze & Braun informierte die Mitglieder über den Stand des Verfahrens und die beabsichtigte Sanierung. "Ich habe erläutert, dass wir eine Sanierung mit Hilfe eines Insolvenzplanes erreichen können. Mit einem solchen Plan, der einen Vergleich mit den Gläubigern beinhaltet, wird der Verein entschuldet und neu aufgestellt", berichtet Böhm. Ziel ist es, das Fortführungskonzept in den kommenden Wochen weiter zu konkretisieren und anschließend das Gericht und die Gläubiger über den Plan entscheiden zu lassen.

 Im Zuge der Sanierung müssen einige Geschäftsbereiche des ASB-Regionalverbandes auf andere Träger übertragen werden. "Es hat sich herausgestellt, dass der ASB-Regionalverband diese Geschäftsbereiche aus personellen, sachlichen oder finanziellen Gründen nicht betreiben kann. Ziel des ASB ist es aber, möglichst alle Angebote – wenn auch bei anderen Trägern – zu erhalten und auch für die in diesen Bereichen tätigen Mitarbeitern eine Perspektive zu eröffnen", betont Böhm. Wer genau die einzelnen Geschäftsbereiche übernimmt, wird in den kommenden Wochen bekannt gegeben.

Abgegeben werden die Betreuung des Hausnotrufs, der Demenz-WG, der Fachstelle pflegende Angehörige, des Dolmetscherpools und der Integrationsberatung.

Alle anderen Angebote wird der ASB-Regionalverband Erlangen-Höchstadt teils hauptamtlich, teils im Ehrenamt weiterführen, heißt es weiter.

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