Dienstag, 12.11.2019

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Uni Erlangen denkt über Abriss mancher Gebäude nach

Innenmininister Herrmann will sich für mehr Geld stark machen - 02.08.2013 07:00 Uhr

Machte sich ein Bild von der Lage in der Kochstraße: Innenminister Joachim Herrmann (2. von links), mit Kanzler Thomas A.H. Schöck (5. von links) und Präsident Karl-Dieter Grüske (Mitte). © Bernd Böhner


Etwa 1,5 Millionen Euro wird der Freistaat für die Sanierungsarbeiten im Seminargebäude in der Kochstraße 4 ausgeben müssen. Nachdem sich vor geraumer Zeit ein großer Teil der Decke in einem Büro gelöst hatte, entfernen derzeit Bauarbeiter jene Deckenplatten, die als nicht mehr sicher gelten. Dies betrifft fast die Hälfte des Gebäudes. Besonders schlimm ist die Situation im vierten Obergeschoss und im Untergeschoss.

Bis zum kommenden Wintersemester soll der südliche Teil des Gebäudes saniert sein, hieß es am Donnerstag. Das ganze Gebäude, das derzeit nur zeitweise und unter strengen Auflagen betreten werden darf, soll bis zum Sommersemester 2014 wieder genutzt werden können, gab Herrmann mit deutlichen Worten als Ziel vor. Mit den 1,5 Millionen Euro soll das Gebäude für die nächsten zehn Jahre fit gemacht werden. So viel Zeit geben die Gutachter dem Gebäude noch, dann muss es ersetzt werden. Die Uni-Leitung macht sich daher bereits Gedanken über langfristige Alternativen.

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Feuchte Wände und rostige Türen: Nicht nur die Studierenden beklagen unhaltbare Zustände an der Philosophischen Fakultät der FAU und fordern höhere Mittel für den Bauunterhalt. Im Juli 2013 musste das Gebäude in der Kochstraße 4 bis auf weiteres komplett gesperrt werden.


Und das betrifft auch andere Gebäude in der Umgebung. Im Gespräch ist zum Beispiel auch der Abbruch der Häuserzeile in der Bismarckstraße gegenüber dem Audimax. Dort könnte nach den Vorstellungen von Uni-Präsident Prof. Karl-Dieter Grüske ein Neubau entstehen, der weitaus mehr nutzbaren Raum böte als die jetzt von der Uni gemieteten alten Häuser. Zudem soll die Erziehungswissenschaftliche Fakultät von Nürnberg nach Erlangen ziehen.

Es kommt also einiges zu auf die Universitätsleitung, die Mitarbeiter und die Studierenden. Am Donnerstag forderten alle Beteiligten deswegen einen Masterplan. So sollen künftige Schritte besser koordiniert und aufeinander abgestimmt werden können.

 

Christiane Fritz (Nürnberger Zeitung)/en/cun

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