Campusradio überzeugte

Uniradio Erlangen erhält erneut hohe Auszeichnung

Markus Hörath
Markus Hörath

Erlanger Nachrichten

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3.1.2022, 12:30 Uhr
Das Uniradio der FAU im neuen Studio im E-Werk.

 

Das Uniradio der FAU im neuen Studio im E-Werk.   © Stefan Hippel, NN

Frau Bundels, Herr Schroth, zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zum Gewinn des BLM-Preises, den funklust ja nicht zum ersten Mal erhält.

Vielen Dank. Seit drei Jahren verleiht die BLM jedes Jahr Auszeichnungen für besondere Leistungen im Hörfunk unter allen Campus- und Jugendradios. 2019 belegten wir bei der Wahl zum besten Campusradio Platz 2 unter den 17 bayerischen Campusradios. Im nächsten Jahr konnten wir dann überzeugen und gewannen im Wettbewerb um das beste Podcastkonzept. Jetzt konnten wir unseren Titel verteidigen - eben beim Wettbewerb zum Thema „1700 Jahre jüdisches Leben in Bayern und Deutschland“.

Können Sie kurz skizzieren, um was es genau in Ihrem preisgekrönten Beitrag geht?

Läuft man durch die Erlanger Innenstadt, kommt man an vielen Orten vorbei, die Geschichten über das jüdische Leben der Hugenottenstadt erzählen.

Nina Bundels und Sebastian Schroth.

Nina Bundels und Sebastian Schroth. © Uniradio, NN

Diese Geschichten erzählt der Beitrag. Wir hangeln uns historisch von einem zum nächsten wichtigen Ereignis: angefangen bei der jüdischen Gemeindegründung 1861, über die Gräueltaten der Nationalsozialisten bis zum heutigen jüdischen Leben. Aktuell sucht die jüdische Kultusgemeinde nämlich Spendengelder für ihre erste eigene Synagoge in Erlangen.

Wie sind Sie auf dieses Thema gekommen beziehungsweise was war der Anlass?

Erlangen steht häufig im Schatten von Nürnberg und Fürth, wenn es um die jüdische Geschichte und das jüdische Leben in der Region geht. Wenngleich sie nicht weniger interessant und mitreißend ist! Wir wollten die jüdische Geschichte lebhaft machen, gleichzeitig haben wir von der Spendenaktion für die Synagoge der jüdischen Gemeinde erfahren - das war Anlass genug, um diesem wichtigen Thema nachzugehen.

Haben Sie schon eine Idee, was Sie mit dem Preisgeld machen?

Einen Teil spenden wir der jüdischen Kultusgemeinde für ihre geplante Synagoge. Der Rest kommt dem Verein funklust e.V. zugute. Teils für neues Equipment, teils für Teambuilding-Maßnahmen. Denn wir stemmen den Radio-, Video- und Onlinebetrieb neben Studium und Nebenjob ehrenamtlich.

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