Dienstag, 19.11.2019

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Uran-Alarm: Zollamt in Erlangen wurde evakuiert

Das Strahlenmessgerät schlug bei einem Paket an - 16.04.2019 09:56 Uhr

So sieht der Inhalt aus, der zur Evakuierung des Zollamtes Erlangen-Tennenlohe geführt hat. © Hauptzollamt Nürnberg


Die Lieferung wurde vorletzte Woche beim Zollamt angeliefert, Erz-Brocken sollte das Paket der Aufschrift zufolge enthalten. Als der Empfänger das Paket beim Zollamt abfertigen wollte und öffnete, prangte auf der Ware ein Strahlenwarnzeichen. Wie am Dienstag bekannt wurde, enthielt das Paket tatsächlich uranhaltige Plättchen und ein Spinthariscope, also ein Gerät zur Sichtbarmachung von ionisierender Strahlung. Nachdem das zolleigene Strahlenmessgerät Alarm schlug, musste das Zollamt Erlangen-Tennenlohe in der vorletzten Woche zunächst "für etwa eine Stunde" evakuiert werden. Das teilte Martina Stumpf, Pressesprecherin des Hauptzollamtes Nürnberg auf nordbayern.de-Nachfrage mit.

Zumindest so lange, bis klar war, dass die Strahlung für die Mitarbeiter nicht gesundheitsschädlich war. Das Landesamt für Umwelt wurde zur Überwachung des Vorfalls miteinbezogen, die Sendung wurde vorübergehend sichergestellt. Inzwischen ist die Lieferung nun aber beim Empfänger angekommen. Dieser ist Fachmann, das Paket wird zu wissenschaftlichen Zwecken genutzt. Das Uran-Erz sei laut dem Empfänger für eine wissenschaftliche Vorführung bestimmt.

mw

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