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Samstag, 20.07.2019

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"Verboten, verfolgt": Als in Erlangen die Bücher brannten

Stadtbibliothek erinnert mit Doppelausstellung an den 80. Jahrestag der Bücherverbrennung - 27.04.2013 20:00 Uhr

Am heutigen Samstag erstmals von 10 bis 14 Uhr zu sehen: Die Ausstellung zur Bücherverbrennung in Erlangen 1933, hier mit Bibliotheksleiterin Anne Grimmer (l.) und Martina Fries und Dominik Sauerer von der gruppo diffuso. © Harald Sippel


Zentral initiiert vom Kampfbund für deutsche Kultur und den Führern der deutschen Studentenschaft fand von April bis Mai 1933 in ganz Deutschland die sogenannte „Aktion wider den undeutschen Geist“ statt. Als Höhepunkt wurden von Studentenschaften und Hitlerjugend auf den zentralen Plätzen vieler deutscher Städte unter allgemeinem Beifall Bücher verbrannt. Auf den Scheiterhaufen auch in Erlangen landeten – großzügig anhand von „schwarzen Listen“ ausgewählt – Bücher linker, jüdischer, pazifistischer und emanzipatorischer AutorInnen: Romane und Gedichte ebenso wie Sachbücher und Zeitschriften.

Die Ausstellung erläutert den historischen und gesellschaftlichen Kontext, der den Boden für die Bücherverbrennungen bereitet hat. und beleuchtet die Rolle der Studentenschaft, Studentenverbindungen und Universitäten auch in Erlangen. Sowohl Vertreter des Vereins zur Förderung alternativer Medien/gruppo diffuso als auch Gastgeberin Anne Grimmer führten ins Thema ein. (Bericht folgt) 

Peter Millian

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