Für Fusion

Vereinigte Raiffeisenbanken und VR-Bank Forchheim gehen gemeinsame Wege

13.8.2021, 15:00 Uhr
Volks-/Raiffeisenbanker unter sich (v.l.): Alexander Brehm, Joachim Hausner, Gregor Scheller, Rainer Lang, Stefan Benecke.

Volks-/Raiffeisenbanker unter sich (v.l.): Alexander Brehm, Joachim Hausner, Gregor Scheller, Rainer Lang, Stefan Benecke. © Vereinigte Raiffeisenbanken, NN

Zur Kenntnis nahm die Vertreterversammlung darüber hinaus die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres. Die Bilanzsumme lag bei 982,7 Millionen Euro und damit 47,1 Millionen Euro über dem Vorjahr. „Unser positiver Geschäftsverlauf bestätigt uns, dass wir auch unter schwierigen Bedingungen wie der Corona-Krise, erfolgreich sind“, freut sich Vorstand Rainer Lang. „Bestärkt durch diese erfreuliche Entwicklung ist der Zusammenschluss mit der VR Bamberg-Forchheim eG für uns der nächste sinnvolle Schritt in eine erfolgreiche Zukunft“, ist sich Lang sicher. Die Vertreter gaben mit einer Zustimmungsquote von 94,4 Prozent in der Vertreterversammlung grünes Licht für die Verschmelzung der beiden fränkischen Genossenschaftsbanken. Am 27. Juli hatten die Vertreter der VR-Bank Bamberg-Forchheim eG mit 97,4 Prozent für die Fusion votiert.

Die durch die Verschmelzung neu entstehende Genossenschaftsbank wird unverändert als VR-Bank Bamberg-Forchheim eG Volks-Raiffeisenbank firmieren und ihren Sitz in Bamberg haben. Die Bank wird von 68.000 Mitgliedern getragen und in ihren einzelnen Geschäftsbereichen regional unter „Vereinigte Raiffeisenbanken“, „Volksbank Forchheim“ und „VR-Bank Bamberg“ auftreten. Rainer Lang und Stefan Benecke dankten den Vertretern für ihre Zustimmung zur Fusion und ihr Vertrauen. „Wir werden in einer großen, leistungsstarken Einheit leichter mit Herausforderungen wie Niedrigzins, regulatorischen Auflagen und der fortschreitenden Digitalisierung umgehen können“, prognostiziert Rainer Lang.

Attraktive Lösungen für Mitglieder und Kunden zu bieten und die individuelle Beratung vor Ort zu erhalten, hat für die Bank Priorität. „Mit unseren künftig rund 500 Mitarbeitern können wir uns noch mehr spezialisieren, innovative Konzepte entwickeln und ein attraktiver Arbeitgeber in der Region sein“, so Stefan Benecke, Vorstand der Vereinigten Raiffeisenbanken Gräfenberg-Forchheim-Eschenau-Heroldsberg eG. Durch die Vereinigung der Geldinstitute entsteht eine der größten Genossenschaftsbanken in Franken mit einem betreuten Kundenvolumen von 6,5 Mrd. Euro und 150.000 Kunden.

Neue Größe ermöglicht weiteres Wachstum

„Durch die Fusion vergrößern wir zudem unsere Kapitalbasis und können damit unsere Kreditmöglichkeiten deutlich ausweiten“, freut sich Vorstand Rainer Lang.

Bei dem betreuten Kundenvolumen verzeichneten die Vereinigten Raiffeisenbanken Gräfenberg-Forchheim-Eschenau-Heroldsberg eG 2020 einen Zuwachs um zirka 100 Millionen Euro (plus fünf Prozent). „Zahlreiche Anleger reagieren auf das Niedrigzinsumfeld und investieren ihr Geld in Wertpapieren, vornehmlich im Direktanlagengeschäft bei der Union Investment und im Lebensversicherungsgeschäft“, resümiert Vorstand Rainer Lang. Besonders nachgefragt wurden regelmäßige Sparraten in den unterschiedlichsten Fonds.

„Den Vereinigten Raiffeisenbanken Gräfenberg-Forchheim-Eschenau-Heroldsberg eG gelang es“, so Rainer Lang in der Vertreterversammlung „trotz weiter sinkender Zinserlöse aufgrund der Negativzinswelt in 2020 eine stabile Ertragslage zu erwirtschaften“. Die Bank kann somit ihr Eigenkapital im Hinblick auf die von der Bankenaufsicht gestellten, ständig steigenden Anforderungen angemessen dotieren und ihren Mitgliedern eine Dividende von einem Prozent auszahlen. Die Vertreter stimmen dem Dividendenvorschlag zu und entlasteten den Vorstand und den Aufsichtsrat einstimmig.

Technische Fusion Mitte November 2021

Mit den Beschlüssen der beiden Vertreterversammlungen ist nun der Weg frei für die organisatorische und technische Zusammenführung der beiden Genossenschaftsbanken. Technisch werden beide Häuser Mitte November zusammengeschlossen.

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