Sonntag, 12.07.2020

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Verfolgungsjagd: Motorradfahrerin aus Erlangen rast Polizei davon

31-Jährige ignorierte Blaulicht und Martinshorn - Flucht endete mit Sturz - 25.05.2020 10:17 Uhr

Mit bis zu 200 Sachen lieferte sich eine 31-jährige Erlangen mit ihrem Motorrad eine Verfolgungsjagd.

© Oliver Berg/dpa


Am Sonntag gegen 14 Uhr verfolgte ein ziviles Video-Messfahrzeug der Verkehrspolizei auf der A 73 auf Höhe der Ausfahrt Erlangen-Nord ein Motorrad, bei dem statt der erlaubten 80 satte 167 km/h festgestellt worden waren.

Mit Blaulicht und Martinshorn forderte die Polizei die Fahrerin auf anzuhalten. Die aber reagierte nur mit einem kurzen Blick über die Schulter zum Streifenfahrzeug -  und beschleunigte anschließend ihr Tempo. Bei Möhrendorf verließ sie den Frankenschnellweg, fuhr entgegen der Fahrrichtung durch den nächsten Kreisverkehr und setzte ihre Fahrt mit über 200 km/h in Richtung Baiersdorf fort.

Hier missachtete die Frau aus Erlangen rote Ampeln, schlängelte sich durch eine Baustelle und durch kleine Seitenstraßen. Dann wollte sie die Fahrt über ein Privatgrundstück fortsetzten, stürzte allerdings auf dem feuchten Rasen im Garten.

Die Streifenbesatzung, die der 31-Jährigen gefolgt war, konnte sie nun festnehmen. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde ihr Führerschein sofort eingezogen. Ein Strafverfahren wegen Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen wurde eingeleitet. Dazu, heißt es in einer Pressemitteilung, brauche es nicht zwingend einen „Gegner“. Es reiche auch aus, wenn man alleine rücksichtslos eine höchstmögliche Geschwindigkeit erreichen will und noch dazu Anhalteaufforderungen der Polizei missachtet.


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