Viraler Hit: Der verlassene Jeep von Erlangen

27.1.2020, 18:30 Uhr
Seit dem Neujahrstag steht dieses Auto auf dem Grünstreifen am Rand der Äußeren Brucker Straße.

Seit dem Neujahrstag steht dieses Auto auf dem Grünstreifen am Rand der Äußeren Brucker Straße. © Wolfgang Sembritzki

"Wenn Siemens im Campus schon keinen neuen Eyecatcher à la Himbeerpalast, Kanaldenkmal oder Freibad-West-Sprungturm baut, muss halt der kleine Mann ran. Ich fordere einen Bürgerentscheid für die Erhaltung des Unfall-Jeeps." In den sozialen Netzwerken wird mächtig über den Geländewagen, der seit Anfang des Jahres verwaist auf dem Grünstreifen an der Äußeren Brucker Straße steht, gerätselt – und gespottet. Sogar die für alle Autoschrauber besonders relevante Frage "Ab wann darf man sich da was nehmen?" wurde bereits aufgeworfen.

Klar: Irgendwie ist es doch verwunderlich, dass ein Pkw mit Unfallschaden wochenlang wie festbetoniert am Straßenrand steht, und selbst Anrufe bei der Polizei nichts an dieser kuriosen Situation ändern. Halt! Bald schon wird der Jeep verschwunden sein, verspricht die Polizei.

Was war geschehen? Am Nachmittag des Neujahrstages hatte die Polizei ein Pärchen in diesem (bereits demolierten) Wagen gestoppt. Er mit 2,82 Promille am Steuer. Sie mit 2 Promille auf dem Beifahrersitz.

Der Führerschein des Mannes wurde umgehend sichergestellt. Dumm nur, dass seine Partnerin während der Kontrolle versuchte, den Wagen wegzufahren. Nun gut, einen gültigen Führerschein hatte sie ohnehin nicht, deswegen konnte die Polizei diesen nicht einkassieren.

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Damit sich die Ermittlungsverfahren so richtig lohnen, beleidigte sie zudem noch die Beamten. Natürlich folgte die Aufforderung, das Auto zu entfernen. Ohne Führerschein sah sich das Pärchen dazu aber außer Stande. Auch waren die zwei nicht in der Lage, jemanden zu finden, der die Aufgabe für sie übernimmt. Mahnungen folgten.

Die Frist fürs Wegräumen in Eigenregie ist nun abgelaufen. Nun wird die Polizei ein Abschleppunternehmen beauftragen und die Rechnung zustellen. Eigentlich schade um die Internet-Spott-Beiträge, die von Woche zu Woche lustiger wurden . . .


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