Sonntag, 18.04.2021

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Weitere Petition zur Hupfla in Erlangen

Die Initiatoren: Ostflügel der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt soll erhalten bleiben - 07.04.2021 17:00 Uhr

Von der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt (Hupfla) ist der Westflügel bereits abgebrochen, der Ostteil steht noch.

07.04.2021 © Harald Sippel


Rottmann hatte sich 2019 in Sachen Hupfla schon einmal mit einer Petition an den Landtag gewandt, um den Abriss des historischen Gebäudes zu verhindern. Der Ausschuss für Wissenschaft und Kunst des Bayerischen Landtags hatte diese tatsächlich behandelt.

Die Eingabe wurde, soweit sie den mittlerweile erfolgten Teilabriss des Westflügels betraf, aber zurückgewiesen, da für diesen Gebäudeteil rechtskräftige Abbruchgenehmigungen vorlagen. Bezüglich der geplanten Neubauten des sogenannten Translational Research Center (TRC II und TRC III), einem Forschungsbereich des Uniklinikums Erlangen, empfahl der Ausschuss, die Universität um Überprüfung, ob eine Umplanung mit dem Ziel möglich ist, den Mittelrisalit und Ostflügel des Gebäudes zu erhalten. 

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Bagger zermalmen das Baudenkmal neben der Uni-Klinik in Erlangen. Der Mittelteil des letzten Patientengebäudes der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt bleibt stehen. Er ist Teil einer Konzeption für einen Erinnerungs- und Zukunftsort, der sich mit den NS-Medizinverbrechen und ethischen Fragen heutiger Medizin befasst.


Zwischenzeitlich hatte das Universitätsklinikum Erlangen wie bereits ausführlich berichtet, vorgeschlagen, die Umplanung so zu ändern, dass vom ursprünglich zirka 175 Meter langen Gebäude der zentrale Mittelrisalit sowie je 4 Fensterfelder des Ost- und Westflügels erhalten bleiben (etwas 35 Meter). Darin entsteht eine Forschungs- und Gedenkstätte entstehen, in der an die Medizinverbrechen der Nationalsozialisten erinnert werden soll.

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Die frühere Heil- und Pflegeanstalt "Hupfla" in Erlangen hält die Stadt seit Monaten auf Trab: Anfang Januar 2019 hatten sich Universitätsklinikum und Stadt darauf geeinigt, Teile des denkmalgeschützten Bauwerks zu erhalten. Ein Trakt könnte zum Gedenkort für die Opfer der NS-Euthanasieprogramme und der westliche Trakt abgerissen werden.


Mit dem Abriss des Ostteils werde ein Ort getilgt, so die Initiatoren; " in dem nachweisbar Verbrechen der Nazizeit vollbracht worden sind". 

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Der Abriss der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt (Hupfla) hat begonnen. Fassade und Dach des denkmalgeschützten Gebäudes, das den Ausbauplänen der Uniklini und Maxc-Planck-Gesellschaft weichen muss, haben bereits erste Löcher.


Sie betonen, dass das TRC II durch diese Petition nicht verhindert werden soll. Sie regen stattdessen eine Symbiose von historischem Baubestand und Neubauten an.

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