Hohe Verkehrsbelastung

Wird in Kalchreuth bald mehr geblitzt?

3.7.2021, 10:58 Uhr
Die Anwohner in der Adam-Kraft-Straße klagen über die Zunahme  des Durchgangsverkehrs.

Die Anwohner in der Adam-Kraft-Straße klagen über die Zunahme des Durchgangsverkehrs. © Ernst Bayerlein

"Zum Schutz vor Lärm und Abgasen sowie aus Gründen der Verkehrssicherheit ist von der Gemeinde dafür zu sorgen, dass überörtlicher Verkehr aus der Adam-Kraft-Straße ferngehalten und unsere Siedlungsstraße nicht als Ortsdurchfahrt missbraucht wird" – so heißt es in einem Bürgerantrag, der dem Gemeinderat in der Juni-Sitzung vorlag.

Damit wiesen die Anwohner erneut auf die Zunahme des Durchgangsverkehrs in der Siedlung hin, der durch den Beschluss des Gemeinderates vom Februar 2020 die Straße als Einbahnstraße auszuweisen, entstanden ist.

Gehsteig fehlt

Die Einbahnregelung raube ein Stück Lebensqualität, betonen die Bürger. Überörtlicher Verkehr sowie ein fehlender Gehsteig sorgten für große Probleme.

Der Gemeinderat kam zusammenfassend zu dem Ergebnis, dass eine andere Lösung sehr schwierig sei, ohne die Anwohner in der Haller-, Erlanger- und Heroldsberger Straße zusätzlich zu belasten.

Verstärkte Kontrollen

So wurde der Antrag nur zur Kenntnis genommen. Angeregt wurden aber die Durchführung einer Verkehrszählung und eine verstärkte Geschwindigkeitsüberwachung. Diese war bereits angegangen worden.

Erneut wurde grundsätzlich über die Zunahme des Verkehrs im Ort diskutiert und wie die Bürgerinnen und Bürger weg vom Auto auf den öffentlichen Personennahverkehr gebracht werden könnten. „Wir bemühen uns schon seit vielen Jahren um dieses Thema und haben auch schon einiges erreicht - zum Beispiel die Gräfenbergbahn nach Nürnberg und die Busverbindung nach Erlangen“, führte Bürgermeister Herbert Saft aus.

Teurer Unterhalt

Wenig Chancen hat ein Antrag der Gemeinde zu einer Abstufung der Kreisstraße ERH 6 im Bereich des Dorfplatzes, um mehr Gestaltungsmöglichen sowie eine allgemeinen Verkehrsberuhigung des Platzes zu bekommen. Die Gemeinde müsste die gesamte Kreisstraße auf einer Länge von etwa vier Kilometern übernehmen und wäre für den Unterhalt zuständig; dies würde erhebliche Kosten verursachen.

Aus diesem Grund wurde die Beantragung der Abstufung der Kreisstraße vom Gemeinderat einstimmig verworfen.

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