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Wo Aliens helfen, Erlangen zu erkunden

Jugendliche kreieren digitale Rallye mit der App "Actionbound" - 06.11.2015 17:00 Uhr

Die digitale Schnitzeljagd der Jugendlichen führt durch die Stadtbibliothek und in deren näheren Umkreis. Im Schlossgarten „schreiben“ Teilnehmer der Aktion, dokumentiert vom Medienpädagogen Daniel Umbach, das Wort „Erlangen“. © Foto: Athina Tsimplostefanaki


Mit der kostenfreien App „Actionbound“ kann jeder nachspielen, was die Jugendlichen sich ausgedacht haben. Doch zunächst einmal ging es für die Zehn- bis 13-Jährigen in den Herbstferien darum, zusammen mit dem Berliner Medienpädagogen Daniel Umbach die Rallye zu erstellen. Sie machten Fotos, drehten kleine Videos und dachten sich Quizfragen aus, mit denen sie ihren Beitrag — ihre „Bound“ — für die App gestalteten.

Die ersten sind sie in Erlangen damit nicht, die die vor drei Jahren von dem Berliner Medienpädagogen Simon Zwick gemeinsam mit dem Programmierer Jonathan Rauprich entwickelte App „Actionbound“ genutzt haben. Über „Schauplätze der NS-Herrschaft in Erlangen“ hat bereits eine Klasse der Realschule am Europakanal eine Rallye erstellt.

Die Idee, „dass Laien auf der Actionbound-Homepage was fürs Handy programmieren können“, findet Daniel Umbach richtig gut. „Für mich ist das das Wahre“, sagt er. „Jeder, der einen PC mit einer Maus bedienen kann, kann das machen. Und durch den Prozess bekommen die Jugendlichen tolle Einblicke“.

Für die Jugendlichen sei es vor allem auch deswegen interessant, weil das Handy in der Schule üblicherweise ein völliges „No Go“ sei, glaubt Umbach. Dass sie sich für den Umgang mit digitalen Medien wie Tablet oder Smartphone begeistern können, war abzusehen — und die fünftägige Aktion in der Stadtbibliothek hat dies bestätigt. Die 21 Teilnehmer aus den Lernstuben Bruck, „Villa“ und „gowi 27“ waren hingebungsvoll bei der Sache. Um sich Fragen für ihre Rallye auszudenken, recherchierten sie in der Bibliothek im Internet, entwarfen fünf thematisch — von Alien bis Natur — unterschiedliche Routen.

Bibliothek macht Spaß

„Wir möchten mit dieser Aktion Jugendlichen den Umgang mit digitalen Medien näher bringen und ihnen zeigen, dass ,Bibliothek‘ auch Spaß machen kann“, erklärt die Leiterin der Jugendbibliothek Christine Keßler. Das Ganze fand statt im Rahmen des Projekts „Lesen macht stark: Lesen und digitale Medien“ des Deutschen Bibliotheksverbands in Kooperation mit der Stiftung Digitale Chancen, gefördert von Bundesbildungsministerium.

Die Lernstuben wiederum werden vom „Förderkreis Spiel- und Lernstuben, e. V.“ mit Ehrenamtlichen unterstützt, die von der Stiftung Digitale Chancen im Umgang mit digitalen Medien kostenlos qualifiziert wurden. 

ek

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