Wohnen an der Erlanger Stadtmauer

13.5.2021, 15:30 Uhr
Die Stadt Erlangen will in der Lazarettstraße 7 ein kleines Grundstück verkaufen.

Die Stadt Erlangen will in der Lazarettstraße 7 ein kleines Grundstück verkaufen. © Harald Sippel

Die Stadt möchte mit der Vergabe des Grundstücks Familienwohnen im Innenstadtbereich fördern. Deshalb werden bei der Auswahl der Bewerbungen nur Familienhaushalte mit einer Größe von mindestens drei Personen berücksichtigt. Darunter mindestens ein Kind unter zwölf Jahren.

Die Stadt erwartet sich darüber hinaus "ein positives Beispiel für klimafreundliches Bauen auf kleinem Grundstück in der Altstadt", mit geringem Flächen- und Ressourcenverbrauch und einem klimafreundlichen Energie- und Wärmeversorgungskonzept in einem kompakten Gebäude.

Denkmalgeschütztes Umfeld

Das längliche, sich nach Osten verjüngende Grundstück hat eine Größe von rund 135 Quadratmetern und ist im Eigentum der Stadt Erlangen. Es grenzt südlich an die bestehende nördliche Stadtmauer. Zuletzt war das Grundstück mit Garagen bebaut. Diese wurden zwischenzeitlich abgebrochen.

Das derzeit brachliegende Grundstück befindet sich in einem denkmalgeschützten Umfeld. Wie es in der Vorlage des Umwelt- Verkehrs- und Planungsausschuss (UVPA) heißt, soll darauf jetzt ein Gebäude entstehen, "dass sich in den urbanen und historischen Kontext einfügt. Hierbei ist das Zusammenspiel mit den angrenzenden Gebäuden und der historische Kontext des Quartiers zu beachten."

Wie es von Seiten der Stadt weiter heißt, sollen die Interessenten ein Konzept für das Grundstück einreichen und das Vorhaben in Form eines Planungskonzepts mit Baubeschreibung erläutern.

Kosten soll das rund 135 Quadratmeter große Grundstück 125 000 Euro. Die Ausschreibung startet am 1. Juli und endet am 30. Oktober. Über die endgültige Vergabe entscheidet der Stadtrat vermutlich dann in seiner Oktobersitzung, damit anschließend bis spätestens Ende Januar 2022 der Kaufvertrag unterschrieben sein könnte.

Verkauf oder Erbpacht?

Die Stadt Erlangen behält sich allerdings vor, das Grundstück nicht zu verkaufen und gegebenenfalls neu auszuschreiben, falls nicht ausreichend adäquate Angebote eingehen sollten.

In der Sitzung des UVPA hatten sich außerdem die Grünen gegen einen Verkauf des städtischen Grundstücks gewandt. Stattdessen sprachen sie sich für eine Nutzung in Erbpacht aus. Beide Ansätze sollen jetzt verfolgt werden.

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