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Zwei Millionen Euro teuer: Uni baut Gästehaus

Voraussichtlich am 24. September wird das neue Gästehaus der Universität am Jordanweg offiziell eröffnet. - 07.08.2020 06:00 Uhr

Das Gästehaus der FAU interpretiert die umgebende Bebauung auf moderne Weise. Neben der „Villa Jordan“ ...


Bisher verfügte die Uni über vier Gästehäuser mit rund 50 Appartements. Dazu gehört das Internationale Begegnungszentrum in der Erwin-Rommel-Straße, das Gästehaus an der Bergstraße, das Gästehaus "UniKate" im Röthelheimpark sowie weitere acht Appartements in Uttenreuth. Im neuen Gästehaus am Jordanweg stehen zukünftig zwölf Mini-Appartements zwischen 15 und 35 Quadratmetern Größe zur Verfügung.

Tradition angemessen fortsetzen

Die Grundidee der "Villa Jordan" sei es gewesen, so Architekt Tim Gräßel, eine "historische Professorenvilla in zeitgemäßem Kontext zu interpretieren". Mit dem Gästehaus solle die Tradition der Bebauung des Erlanger Burgbergs "angemessen" fortgesetzt werden. Herausgekommen ist der Entwurf eines neuen "repräsentativen, zweigeschossigen Gebäudes mit Walmdach" aus grün-grauem, vorbewittertem Titanzinkblech sowie einer nach Süden ausgerichteten Dachterrasse.

...hat der Lehrstuhl für Religionswissenschaftin einer alten Professorenvilla seinen Sitz.


Das Erdgeschoss wurde "sehr weit" gestaltet, um zum Beispiel als Veranstaltungsort für Vorträge und Kamingespräche genutzt werden zu können. Dafür steht auch ein eigenes Kaminzimmer zur Verfügung. Im Ober- und Dachgeschoss – beide sind durch ein offenes und großzügiges Treppenhaus zu erreichen – stehen den Gästen möblierte Appartements und Zimmer zur Verfügung, deren Einrichtung ebenfalls vom Erlanger Architekturbüro Grässel entworfen wurde, ebenso wie die Landschaftsarchitektur.

Neubau im Energiestandard

Der Neubau entspricht dabei dem Energiestandard EnEV 2016, das heißt, dass effizientere Technik zum Heizen, für Warmwasser, fürs Lüften und Kühlen zum Einsatz kommen sowie besser gedämmte Fenster verbaut und ein entsprechender Außenputz aufgebracht wurde. Beheizt wird das Gebäude mit einer Luft-Wärme-Pumpe.

Um Spitzenwerte auszugleichen, steht außerdem eine Gasbrennwertanlage zur Verfügung. Ebenfalls verbaut wurde eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Insgesamt kommen, so Architekt Grässel, "hochwertige Materialien" zum Einsatz. "Dabei geht es nicht um Luxus, sondern um Nachhaltigkeit." Finanziert wird der rund zwei Millionen Euro teure Neubau aus Stiftungsmitteln.

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